L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel
Trotz schwieriger Wirtschaftslage bleibt die Nachfrage nach Förderprogrammen hoch. Wie die L-Bank Innovationen und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg sichert.
Stuttgart (dpa/lsw) - Die angespannte wirtschaftliche Lage hat 2025 zu einer starken Nachfrage nach den Förderprogrammen der L-Bank geführt. Geopolitische Konflikte, schwache Exportmärkte und ein tiefgreifender Strukturwandel in zentralen Industrien belasteten die Wirtschaft, teilte Vorstandschefin Edith Weymayr in Stuttgart mit. Optimismus und Zuversicht würden anders aussehen. «Für das Jahr 2026 bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd.»
Das Fördervolumen in der Wirtschaftsförderung legte um rund sechs Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro zu. Das Förderinstitut habe rund 10.700 Unternehmen unterstützt, im Vorjahreszeitraum waren es noch etwa 11.200 Betriebe, darunter 2.305 Existenzgründungen. Junge Unternehmen wurden im vergangenen Jahr mit knapp 773 Millionen Euro unterstützt, nach 674 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
L-Bank-Vorstandsmitglied Johannes Heinloth sagte, gerade in der aktuellen Phase des Strukturwandels sei es entscheidend, Innovationen und neue Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
Finanzminister Bayaz: «Lassen unsere Wirtschaft nicht allein»
Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) sagte: «Wir sehen, wie hoch der Transformationsdruck für viele Unternehmen ist – durch Digitalisierung, Dekarbonisierung und globale Unsicherheiten. Wir lassen unsere Wirtschaft in diesem Wandel nicht allein.» Die L-Bank sorge dafür, dass Investitionen möglich blieben, Innovationen entstünden und Arbeitsplätze gesichert werden.
Zugleich ist das Institut für die Wohnraumförderung und das Elterngeld zuständig. 2025 wurde ein Jahresüberüberschuss von 158,3 Millionen Euro nach 150,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum erzielt. Weymayr sagte, die Ertragslage sei robust geblieben.