Landesamt unterstützt Kommunen bei Anpassung an Hitzewellen
Wiesbaden (dpa/lhe) - Damit Kommunen mit Hitzewellen besser zurechtkommen, bieten Experten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) eine spezielle Beratung an. Beispielsweise sollen Hitzekarten den Städten und Gemeinden helfen, besonders heiße Orte zu identifizieren, wie HLNUG-Präsident Thomas Schmid bei der Vorstellung des Angebots am Donnerstag in Wiesbaden erläuterte. Die Beratung steht unter dem Motto «Städte - Grün, Blau, Gesund. Zukunft lebenswert gestalten».
«Die Vision, die uns leitet, ist Grün und Blau statt Grau: weniger Asphalt, mehr Bäume, Wiesen und grüne Fassaden, mehr Wasser und schattige Ecken zur Abkühlung», erklärte Schmid. Hitze in der Folge des Klimawandels werde in den Städten zunehmend zum Problem. «Denn im bebauten und asphaltierten Bereich potenzieren sich die Auswirkungen.» Durch den Wärmeinseleffekt würden die Temperaturen im Vergleich zum Umland stärker ansteigen, Menschen und Vegetation würden unter den Temperaturen leiden.
«Deshalb brauchen wir Anpassungen, die das Leben in den Städten zukünftig insgesamt angenehmer und gesünder machen. Wir brauchen Städte, die mit extremen Hitzewellen ebenso zurechtkommen wie mit häufigerem und mehr Starkregen», erläuterte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).
«Schon jetzt ist es in unseren Städten im Sommer oft so heiß wie in Barcelona oder Rom - wenn der Klimawandel so weitergeht, wird das in Zukunft immer öfter so sein», ergänzte Schmid. Bäume, Grünflächen und andere Formen der Begrünung könnten einen wesentlichen Beitrag für ein besseres Wohlbefinden leisten. Städtisches Grün sollte aber so geplant und angelegt werden, dass es Trockenheit und Hitze trotzen kann.