Iran-Krieg

Lufthansa meidet Luftraum im Nahen Osten weitgehend

Der Iran-Krieg trifft auch bei der Lufthansa den Flugverkehr: Deutschlands größte Airline ergreift weitreichende Vorsichtsmaßnahmen.

Nach dem Angriff auf den Iran bleiben Lufthansa-Flugzeuge mit Zielen im Nahen Osten vorerst am Boden. (Symbolbild) Foto: Hannes P. Albert/dpa
Nach dem Angriff auf den Iran bleiben Lufthansa-Flugzeuge mit Zielen im Nahen Osten vorerst am Boden. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Lufthansa meidet wegen des Iran-Kriegs den Nahen Osten weitgehend. Bis einschließlich 8. März werde der Luftraum über Israel, Libanon, Jordanien und Irak nicht von den Airlines der Lufthansa-Gruppe genutzt, teilte die größte deutsche Fluggesellschaft in Frankfurt mit. Auch Qatar, Kuweit, Bahrain, Dammam und Iran seien von dieser Vorsichtsmaßnahme betroffen. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt.

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Flüge zu Zielen im Nahen Osten nimmt die Lufthansa - wie teils bereits verkündet - weitgehend aus ihrem Programm. So setzen die Airlines des Konzerns Verbindungen nach Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak), Dammam (Saudi Arabien) und Teheran (Iran) bis 8. März aus. Das gelte auch für Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 4. März.

Kunden können kostenlos umbuchen oder bekommen Geld zurück

Betroffene Fluggäste könnten kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten den vollständigen Ticketpreis zurück, so die Lufthansa. «Die Sicherheit für Passagiere und Crews hat für die Lufthansa Group stets oberste Priorität.» 

Wegen des Iran-Kriegs sind viele Reisende, darunter auch Urlauber aus Deutschland, im Nahen Osten gestrandet. Angaben zu betroffenen Kunden machte die Lufthansa nicht. Der Konzern beobachte kontinuierlich die Sicherheitslage im Nahen Osten und stehe in engem Kontakt mit den Behörden, so die Lufthansa. «Sobald es die Lage vor Ort und die damit verbundenen Luftraumsperrungen erlauben, werden wir über zusätzliche Flüge aus der Region entscheiden, um unseren Gästen baldmöglichst eine Heimreise anbieten zu können.»

Am Flughafen Frankfurt lief der Betrieb am Montag trotz des Iran-Kriegs weitgehend normal. Es seien heute 19 ankommende und 17 abfliegende Flüge annulliert, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft Fraport. Insgesamt gebe es mehr als 1100 Flüge. Der restliche Betrieb laufe normal. «Wir haben vereinzelt Passagiere, die zu uns an die Serviceschalter kommen und nach Unterstützung fragen.»