Polizeivizepräsident

Matheis beklagt Ungerechtigkeiten in Beförderungspraxis

Stuttgart (dpa) - Der Karlsruher Polizeivizepräsident hat massive Ungerechtigkeiten im Beförderungssystem an der Polizeispitze im Südwesten kritisiert. So sei der heutige Inspekteur der Polizei 2019 als eigentlich schlechterer Bewerber an ihm vorbei ins Landeskriminalamt befördert worden. «Dass er an meiner Stelle Vize-LKA-Präsident wurde, war ein herber Schlag», schilderte Hans Matheis am Montagabend vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags. Er sei damals Abteilungsleiter Staatsschutz im Landeskriminalamt gewesen und habe selbst die beste Beurteilung für den LKA-Vize-Posten gehabt. «Das habe ich mir hart verdient», sagte Matheis. «Und dann wird einer schwuppdiwupp vorbeigeschoben.» Eine spätere Bewerbung auf den Posten des Landespolizeidirektors habe er zudem auf Druck des Inspekteurs zurückziehen müssen.

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Der Untersuchungsausschuss beschäftigt sich mit sexueller Belästigung in Landesbehörden und der Beförderungspraxis bei der Polizei. Im Mittelpunkt steht der Inspekteur der Polizei, der sich wegen Vorwürfen sexueller Nötigung vor dem Landgericht verantworten muss. Der Ausschuss versucht zu klären, wie der inzwischen freigestellte Inspekteur eine so steile Karriere hinlegen konnte.