Anfrage an Landesregierung

Mehr Menschen im Maßregelvollzug

Psychisch kranke oder suchtkranke Täter werden in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht. Ihre Zahl stieg in den vergangenen Jahren.

In den hessischen Einrichtungen des Maßregelvollzugs gibt es nach Angaben der Landesregierung keinen Aufnahmestopp. (Symbolbild) Foto: Felix Kästle/dpa
In den hessischen Einrichtungen des Maßregelvollzugs gibt es nach Angaben der Landesregierung keinen Aufnahmestopp. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Zahl der Menschen, die in Hessen im Maßregelvollzug untergebracht sind, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Betrug die durchschnittliche Belegung der landesweit sieben Standorte im Jahr rund 814 Menschen, wurden im vergangenen Jahr rund 950 gezählt, teilt das hessische Gesundheitsministerium auf eine Anfrage des fraktionslosen Abgeordneten Sascha Herr mit. 

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In den Maßregelvollzug kommen Täter, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung eine Straftat begangen haben. Trotz steigender Zahlen habe die Aufnahme bislang jederzeit sichergestellt werden können, erklärte das Ministerium. Die Sicherheit in den Einrichtungen könne sowohl personell als auch baulich gewährleistet werden. 

Nach ihrer Entlassung seien in den vergangenen fünf Jahren sieben Menschen mit Straftaten auffällig geworden. Dies entspreche bei durchschnittlich rund 400 Fällen pro Jahr einem Anteil von etwa 0,4 Prozent.