Mehr Verletzte bei E-Scooter-Unfällen in Hessen
Wiesbaden (dpa/lhe) - Bei Unfällen mit E-Scootern in Hessen sind im Jahr 2022 mehr Menschen verletzt worden als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Mittwoch veröffentlichte.
Im Jahr 2022 erlitten demnach 544 Menschen Verletzungen bei Unfällen, an denen ein E-Scooter beteiligt war. 87 davon seien schwer verletzt worden, in den meisten Fällen (79) waren es die E-Scooter-Fahrer. Tödliche Unfälle habe es dabei wie schon im Vorjahr nicht gegeben. Im Jahr 2021 zählten die Statistiker 438 Unfälle mit Personenschaden. Davon erlitten 63 Beteiligte schwere Verletzungen, auch hier waren es zumeist die Scooter-Fahrer (55).
Damit liegt Hessen im Ländervergleich auf Rang 7. Die mit Abstand meisten Unfälle mit Verletzten ereigneten sich der Statistik zufolge in Nordrhein-Westfalen (2312) und Bayern (1119), die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern (66) und Thüringen (42). Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 8260 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden in Deutschland - das waren 49 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei kamen insgesamt 11 Menschen ums Leben, 2021 waren es 5 Todesopfer, wie die Statistiker mitteilten.
Im Vergleich sei die Zahl der E-Scooter-Unfälle jedoch gering: 2022 registrierte die Polizei bundesweit insgesamt 288.000 Unfälle mit Personenschaden, nur an 2,9 Prozent war ein E-Scooter beteiligt.
Meist kam es zu Unfällen, weil die E-Scooter-Fahrer auf Gehwegen oder anderweitig falsch fuhren, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Dieser Vorwurf sei bei 18,6 Prozent der deutschlandweiten Fälle aufgetreten. Auch das Fahren unter Alkoholeinfluss sei vergleichsmäßig häufig die Ursache (18 Prozent) gewesen. Rund 80 Prozent der Unfallopfer waren demnach jünger als 45 Jahre, rund 40 Prozent waren jünger als 25 Jahre.