Einsatz in sieben Ländern

Mehrere Festnahmen - Schlag gegen Geldwäsche-Netzwerk

Sie sollen für andere Kriminelle Dienstleistungen wie Geldwäsche, Drogenschmuggel oder die Vertuschung von Schwarzarbeit angeboten haben. Nun sind mehrere mutmaßliche Mitglieder einer Bande in Haft.

Rund 300 Einsatzkräfte waren in sieben Bundesländern im Einsatz. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa
Rund 300 Einsatzkräfte waren in sieben Bundesländern im Einsatz. (Symbolbild)

Stuttgart (dpa) - Ermittler von Polizei und Zoll haben vier Menschen in Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Geldwäsche-Netzwerk festgenommen. Es seien am Mittwoch zudem mehr als 30 Orte in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Rheinland-Pfalz durchsucht worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Zollfahndungsamt Stuttgart mit.

Im Raum Stuttgart wurde den Angaben zufolge die 72 Jahre alte Hauptverdächtige festgenommen. Der Frau werfen die Ermittler vor, sie habe ein bundesweites Geldwäsche-Netzwerk angeführt und dabei auch mehrere Tarn-Identitäten benutzt. Geschäftsmodell des Netzwerkes sei es gewesen, für andere Kriminelle Geld zu waschen. Man spreche von «Geldwäsche as a service», teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit.

Alle vier Festgenommenen sitzen in Haft

Drei weitere mutmaßliche Bandenmitglieder wurden den Angaben zufolge im Raum Stuttgart, in Hamburg sowie im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Gegen alle vier Festgenommenen habe ein Haftbefehl vorgelegen, der in Vollzug gesetzt worden sei, hieß es. Im Einsatz seien bundesweit rund 300 Einsatzkräfte gewesen.

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Die Beschuldigten sollen nach Angaben der Ermittler ein komplexes Netzwerk aus zahlreichen Konten im In- und Ausland sowie aus mehreren Scheinfirmen aufgebaut haben. Über die Konten sollen die Verdächtigen dann mehrere Hunderttausend Euro geschleust haben, die aus Betrugstaten stammten.

Zudem bestehe der Verdacht, dass die Verdächtigen auch die Logistik für Drogenimporte angeboten haben sollen. Ein weiteres Standbein dürfte nach Einschätzung der Ermittler gewesen sein, dass die Verdächtigen falsche Rechnungen angeboten haben, um Schwarzarbeit zu ermöglichen.

Bei den Durchsuchungen in den sieben Bundesländern seien zahlreiche Beweismittel sichergestellt worden, darunter etwa Bargeld in Höhe von rund 75.000 Euro sowie zwei Schusswaffen inklusive Munition.