Nach tödlichen Schüssen

Mercedes stopt Produktion in betroffener Halle diese Woche

Vor dem Tor 5 zum Werksgelände steht ein Schild mit der Aufschrift "Mercedes-Benz Sindelfingen". Foto: Julian Rettig/dpa
Vor dem Tor 5 zum Werksgelände steht ein Schild mit der Aufschrift "Mercedes-Benz Sindelfingen".

Sindelfingen (dpa) - Nach den tödlichen Schüssen im Sindelfinger Werk von Mercedes-Benz bleibt die Produktion in der entsprechenden Halle vorerst gestoppt. «Wir haben uns dazu entschieden, hier die Arbeit bis zum Ende der Woche ruhen zu lassen», sagte ein Sprecher des Autobauers am Donnerstag. Konkret soll in Halle 56, wo sich die Tat ereignet hatte, bis einschließlich Sonntag nicht gearbeitet werden. Wie viele Beschäftigte davon betroffen sind, war nicht bekannt.

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Die Halle an sich sei von den Behörden bereits wieder freigegeben worden, sagte der Sprecher. Es handle sich um eine Entscheidung des Unternehmens. Die Mitarbeiter seien geschockt.

Auf dem restlichen Werksgelände soll die Fertigung demnach normal weiterlaufen. Insgesamt sind in Sindelfingen etwa 35.000 Menschen beschäftigt. Neben der E-Klasse rollen dort auch die S-Klasse sowie deren elektrisches Pendant EQS vom Band.

Bei der Tat am Donnerstagmorgen wurden in der Halle zwei Mitarbeiter einer Fremdfirma bei laufender Produktion durch Schüsse getötet. Der Werksschutz überwältigte danach einen 53 Jahre alten Verdächtigen, der sich von der Polizei widerstandslos festnehmen ließ. Mercedes hatte sich über die Gewalttat «zutiefst bestürzt und geschockt» gezeigt.