In Baden-Württemberg

Metalltarifgespräche gehen am Donnerstag weiter

In der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie liegen beide Seiten noch weit auseinander. Aktuell laufen Warnstreiks. Bald soll wieder verhandelt werden.

IG Metall: Dritte Verhandlungsrunde am Donnerstag (Archivbild) Foto: Marijan Murat/dpa
IG Metall: Dritte Verhandlungsrunde am Donnerstag (Archivbild)

Stuttgart (dpa) - Die Verhandlungen in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie sollen am Donnerstag in Baden-Württemberg fortgesetzt werden. Das geht aus einer Einladung der IG Metall hervor. Demnach soll die dritte Verhandlungsrunde ab circa 12.00 Uhr im schwäbischen Ludwigsburg beginnen.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt in der zweiten Verhandlungsrunde zwar ein bundesweit abgestimmtes Angebot an die Gewerkschaft vorgelegt, jedoch wies die IG Metall dieses als unzureichend zurück. Da die Friedenspflicht mit Ablauf des 31. Oktober endete, kommt es derzeit deutschlandweit zu Warnstreiks in der für Deutschland so wichtigen Industrie, zu der unter anderem die Auto- und Maschinenbauer zählen.

Was die IG Metall fordert und was die Arbeitgeber bislang bieten

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten fünf Prozent mehr Geld. Zudem will man über die Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten verhandeln und eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in profitablen Firmen erreichen.

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Impressum

Die Arbeitgeber boten bislang eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027. Die Zahlung könne allerdings von Firmen mit geringer Profitabilität verschoben und gegebenenfalls gestrichen werden, hieß es. Eine Entgelterhöhung von 1,3 Prozent soll es dann ab Juli 2028 geben. Der Tarifvertrag soll bis Ende 2028 gelten. Das Angebot stehe aber unter dem «Vorbehalt der Einführung eines betrieblichen Instruments zur Sicherung von Investitionen, Innovationen, Standorten und Beschäftigung».