Internet

Ministerin: Ein Viertel der Haushalte hat Glasfaseranschluss

Leistungsstarker Einstieg ins Internet: Bis 2030 plant Hessen einen flächendeckenden Glasfaserausbau. Wie weit sind die Pläne gediehen?

Glasfaserkabel liegen auf einer Baustelle. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild
Glasfaserkabel liegen auf einer Baustelle.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Rasantes Internet: Mehr als ein Viertel aller 3,1 Millionen Haushalte in Hessen haben inzwischen laut Digitalministerin Kristina Sinemus einen Glasfaseranschluss. Von Ende 2022 bis Ende 2023 habe sich dieser Anteil um 10 Prozentpunkte auf mehr als 26 Prozent gesteigert, teilte die CDU-Politikerin am Donnerstag am Rande des 14. sogenannten Gigabitgipfels mit Experten in Wiesbaden mit. Dabei bezog sich Sinemus auf Glasfaserleitungen, die nicht schon am Verteilerkasten enden, sondern an Gebäuden selbst. Ziel sei ein flächendeckender Glasfaserausbau bis 2030 in Hessen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Nicht alle Bürgerinnen und Bürger halten einen solchen Anschluss für höhere Bandbreiten für nötig - Anbieter bauen die unterirdischen Glasfasernetze oft nur aus, wenn ein bestimmter Prozentsatz der Haushalte in einer Straße oder einem Wohnviertel zuvor entsprechende Verträge unterschreibt. Auch vor diesem Hintergrund warb Ministerin Sinemus für den Mehrwert dieser neuen Technik: Neben der deutlich höheren Leistungsfähigkeit gebe es meist auch eine Wertsteigerung der jeweiligen Immobilie. Zudem sinke der Stromverbrauch im Vergleich zu anderen Anschlüssen. «Der Glasfaser gehört die Zukunft», betonte Sinemus.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Opposition im Wiesbadener Landtag, Oliver Stirböck, kritisierte, dass Hessen laut dem Gigabit-Grundbuch der Bundesnetzagentur bei Glasfaseranschlüssen bis ins Haus nur auf Platz zwölf der Bundesländer liege. Das sei eindeutig zu wenig.