Gesellschaft

Ministerin ermutigt Betrugsopfer zur Anzeige

Viel zu oft sind Betrüger mit dem Enkeltrick oder Schockanrufen erfolgreich, meist bei Senioren. Die Taten dürfen einem Appell der Familienministerin zufolge nicht aus falscher Scham verschwiegen werden.

Diana Stolz (CDU), Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, nimmt an einem Redaktionsgespräch der Deutschen Presse-Agentur dpa teil. Foto: Arne Dedert/dpa
Diana Stolz (CDU), Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, nimmt an einem Redaktionsgespräch der Deutschen Presse-Agentur dpa teil.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens neue Familienministerin Diana Stolz (CDU) will Betrugsmaschen, die speziell auf Senioren abzielen, aus der Tabuzone holen und potenzielle Opfer besser aufklären. «Es ist ja leider so, dass manches Opfer sich scheut, eine Tat zur Anzeige zu bringen, weil das so unangenehm ist», sagte die Ministerin in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Als Beispiel nannte sie Telefonbetrügereien wie den Enkeltrick oder Schockanrufe. 

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«Wenn Kriminelle unterwegs sind, dann muss man sie stellen und dann darf es nicht sein, dass man das aus falscher Scham verschweigt.» Stolz appellierte an jedes Opfer, solche Taten der Polizei zu melden. Die Ministerin verwies auch auf entsprechende Präventionsangebote des Innenministeriums. Wichtig sei eine gezielte Aufklärung der älteren Generation, betonte die Ministerin. «Senioren haben ein besonderes Sicherheitsbedürfnis, aber auch Sicherheitsgefühl», sagte Stolz. «Und das ist durchaus nachvollziehbar.» 

Jedem Opfer müsse klar sein: «Er oder sie ist damit nicht alleine. Das ist vielen passiert und die Kriminellen arbeiten mit ganz miesen Methoden.» Und über diese Methoden müsse gut informiert werden, sagte die Familienministerin. «Es ist wichtig, dass Seniorinnen und Senioren sich bei solchen Themen nicht alleine gelassen fühlen.»