Moderne Heizung in jedem vierten hessischen Haushalt
Berlin/Wiesbaden (dpa/lhe) - In hessischen Haushalten kommen immer häufiger moderne Heizungen zum Einsatz. Der Anteil der unter fünf Jahre alten Heizungen stieg innerhalb von vier Jahren um 10 Prozentpunkte auf 25 Prozent, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Freitag in Berlin mitteilte. In Ein- und Zweifamilienhäusern liegt der Anteil dieses Jahr bei 27,1 Prozent, während in Mehrfamilienhäusern nur in 15,3 Prozent der Wohnungen auf moderne Heiztechnik gesetzt wird. Die Ergebnisse sind Teil der Studie «Wie heizt Hessen?».
Auch das Durchschnittsalter der hessischen Heizungen ist deutlich gesunken: 2023 beträgt es 13,6 Jahre, 2019 waren es noch 18,9 Jahre. Kaum etwas geändert hat sich dagegen an dem Anteil der über 20 Jahre alten Heizungen, mit ihnen werden in rund jedem dritten Haushalt die Räume erwärmt.
Die Anteile von Gas- und Ölheizungen gingen um jeweils rund zwei Prozentpunkte zurück. In 7,4 Prozent der Haushalte arbeitet dieses Jahr eine Elektro-Wärmepumpe, das sind fast drei Prozentpunkte mehr als in 2019.
Die häufigste zusätzliche Heizquelle ist weiterhin ein Kamin, sein Anteil sackte jedoch von 44,1 auf 31,1 Prozent ein. Deutlich beliebter wurden mit Strom arbeitende Heizkörper wie etwa Heizlüfter, hier verdreifachte sich fast der Anteil auf 24 Prozent. Auch Solarthermie wurde mit einem Plus von 14 Prozentpunkten auf nun 16,2 Prozent deutlich beliebter.