Fahndungserfolg

Mutmaßlicher Drogenschmuggler aus Spanien ausgeliefert

Mit Krypto-Handys und ständig wechselnder Identität: Ein 38-Jähriger versuchte, den Ermittlern der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft zu entkommen – und wurde nun trotzdem gefasst.

Der Fall obliegt der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. (Symbolbild) Foto: Arne Dedert/dpa
Der Fall obliegt der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa) - Ein in Spanien festgenommener mutmaßlicher Drogenschmuggler ist nach Deutschland ausgeliefert worden. Der Mann sitze in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt auf Anfrage mit. Der 38-Jährige soll große Mengen Drogen nach Deutschland geschmuggelt haben. 

Gegen ihn lag ein Europäischer Haftbefehl wegen Drogenhandels und organisierter Kriminalität vor. Er sei in Zusammenarbeit mit Beamten des Bundeskriminalamtes (BKA) in der südspanischen Stadt Málaga aufgespürt worden, hatte die spanische Polizei berichtet. 

Gefasst wurde er den Angaben der Generalstaatsanwaltschaft zufolge am 24. August, am Mittwoch wurde er demnach nach Deutschland ausgeliefert. Welche Staatsanwaltschaft in Deutschland zuständig ist, war nicht mitgeteilt worden. Dass es sich um die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt handelt, hatte zuvor das Nachrichtenportal «t-online» berichtet.

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Mehrjährige Haftstrafe - Flucht nach Urteil

Der Mann soll zwischen Juni und August 2020 als Mitglied einer Bande in vier Fällen mindestens 800 Kilogramm Cannabis aus Spanien nach Deutschland eingeführt und mit dieser Menge unerlaubt Handel getrieben haben. Um dies zu organisieren, soll er sogenannte Krypto-Mobiltelefone verwendet haben. 

Im April 2023 war er in Frankfurt bereits wegen mehrfachen bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis zu sieben Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Anschließend floh er. Nach ihm sei intensiv und mit hohem Aufwand international gefahndet worden, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

Aus Spanien soll die von ihm geführte kriminelle Organisation Drogen mit Lastwagen über Frankreich nach Deutschland transportiert haben. Um nicht gefasst zu werden, habe der mutmaßliche Drogenboss extreme Sicherheitsvorkehrungen getroffen, unter anderem alle zwei Wochen seine Telefonnummer und alle drei Monate seine Identität geändert.