Bundesliga

Nach Heimpleite: Krösche rechnet mit Eintracht-Profis ab

Die Niederlage gegen RB Leipzig wurmt Frankfurts Sportvorstand Krösche mächtig. Was fordert er für den Saison-Endspurt?

In Frankfurt herrscht wieder Tristesse. Foto: Florian Wiegand/dpa
In Frankfurt herrscht wieder Tristesse.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Markus Krösche war der Frust über die erste Bundesliga-Heimpleite von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig anzusehen. Das 1:3 (1:1) im Duell mit dem Champions-League-Anwärter wurmte den Sport-Vorstand der Hessen mächtig - vor allem wegen der einmal mehr gravierenden Defensivschwächen.

«Wir hatten nicht die Aggressivität und vorn nicht die Momente, die wir brauchen. Die schlechte Verteidigung, gerade in Eins-gegen-Eins-Situationen, zieht sich durch die Saison. Uns fehlen Ernsthaftigkeit, Gier und Grundaggressivität», kritisierte Krösche und forderte für den Saison-Endspurt: «In den nächsten vier Spielen müssen wir das besser machen.»

Ansgar Knauff gab sich nach der Pleite selbstkritisch. «Wir haben einen höheren Anspruch und können mit der Saison nicht zufrieden sein. Es ist insgesamt zu wenig von uns», räumte der Offensivspieler ein. 

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Defensivschwächen und mangelnde Effektivität

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der Hugo Larsson (34. Minute) den Rückstand durch Leipzigs Sturm-Juwel Yan Diomande (27.) ausglich, ging später nicht mehr viel. So kamen die offensivstarken Sachsen vor 58.500 Zuschauern durch Antonio Nusa (70.) und Conrad Harder (81.) zum verdienten Sieg. «In der zweiten Halbzeit war es einfach zu wenig von uns», befand Krösche.

Durften nur einmal jubeln: Die Profis von Eintracht Frankfurt. Foto: Florian Wiegand/dpa
Durften nur einmal jubeln: Die Profis von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt verharrt somit bei 42 Zählern und droht den Einzug in einen internationalen Wettbewerb zu verpassen. Das stößt Krösche sauer auf, weshalb er zu einer ungewöhnlich offenen Generalkritik ansetzte. «Wir sind nicht stabil, kommen nicht über 90 Minuten ans Leistungsniveau. Wir spielen nicht wirklich guten Fußball, wir müssen mehr die Zuschauer mitnehmen», sagte der 45-Jährige und stellte klar: «Das hat nichts mit dem Trainer zu tun, sondern mit der Umsetzung der Spieler.»

Der Trainerwechsel von Dino Toppmöller zu Albert Riera hat bisher nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Die Mannschaft spielt weiter deutlich unter ihren Möglichkeiten. «Wir haben zu einfache Ballverluste, sichern uns nicht gegenseitig ab. Das ist der Unterschied zu vergangenem Jahr», analysierte Krösche.

Frankfurter Durchhalteparolen

Auch Riera waren die defensiven Schwächen nicht entgangen. «Ich bin nicht zufrieden mit den direkten Zweikämpfen. Wenn man die nicht gewinnt, ist der Rest egal. Genau da waren wir nicht so gut wie der Gegner», sagte der Spanier und fügte hinzu: «Zudem müssen wir effektiver sein.»

Sah einen fehlerhaften Auftritt seiner Mannschaft: Trainer Albert Riera. Foto: Florian Wiegand/dpa
Sah einen fehlerhaften Auftritt seiner Mannschaft: Trainer Albert Riera.

Ob es in den ausstehenden vier Spielen beim FC Augsburg, gegen den Hamburger SV, bei Borussia Dortmund und gegen den VfB Stuttgart besser wird? «Ich glaube daran, weil ich sein sehr positiver Mensch bin. Wir haben eine junge Mannschaft, die sich entwickeln kann. Unser Ziel ist Platz sieben», sagte Krösche.

Ähnlich zuversichtlich äußerte sich Riera. «Wir glauben daran, dass wir in den nächsten vier Spielen das europäische Geschäft klarmachen, um die Hymne in diesem wunderbaren Stadion wieder zu hören. Wenn wir noch drei Saisonspiele gewinnen, erreichen wir unsere Ziele», sagte der Eintracht-Coach.