40-Jährige getötet: Ehemann in Untersuchungshaft
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil er seine Ehefrau in ihrem Frankfurter Haus getötet haben soll, sitzt ein 51-Jähriger wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Gegen den bereits früher gewalttätigen Mann habe seit rund fünf Wochen ein Annäherungs- und Kontaktverbot zu seiner 40 Jahre alten Frau bestanden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag gemeinsam mit. Er habe nach der Tat am Montag selbst den Notruf der Polizei gewählt und angegeben, soeben seine Frau getötet zu haben. Zur Tatwaffe machten die Ermittler keine Angaben.
Das Paar hat drei Kinder im Alter von sechs Monaten, 15 und 19 Jahren. Das Baby soll zur Tatzeit im Haus gewesen sein, der Junge sei aber nicht verletzt worden.
Die Frau habe beim Eintreffen der Rettungskräfte im Stadtteil Frankfurter Berg noch gelebt, aber sehr stark geblutet und sei kurz darauf ihren schweren Verletzungen erlegen. Ihr Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen und sei zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden, weil er sich offenbar bei der Tat selbst verletzt hatte. Am Dienstag wurde er dem Haftrichter vorgeführt.
Die Frau hatte ihren Mann bereits am 29. Mai unter anderem wegen Körperverletzung und häuslicher Gewalt angezeigt. Das Frankfurter Amtsgericht habe kurz darauf einen zuvor von der Polizei ausgesprochene Annäherungsverbot in einem Beschluss nach dem Gewaltschutzgesetz bestätigt. Am 11. Juni habe der Mann trotzdem an dem Haus geklingelt und die Frau daraufhin die Polizei verständigt. Zwei Tage später habe die Frau mitgeteilt, dass es über die Kinder einen mittelbaren Kontakt zu ihrem Mann gegeben habe.
Wenige Stunden vor ihrem Tod hatte sich die 40-Jährige noch an die Polizei gewandt und berichtet, ihr Mann habe sie in einem Park in der Nähe des Hauses aufgesucht und festgehalten. Sie habe sich aber von ihm entfernen und nach Hause gehen können. Die Beamten suchten nach dem Mann, konnten ihn aber nicht entdecken. Wie er dann in das Haus gelangte, war zunächst unklar.