Soziales

Neue Chefin für oberstes Gremium des Gesundheitswesens

Viele konkrete Regelungen zur Versorgung und zum Leistungskatalog der Krankenkassen trifft nicht der Staat, sondern die Selbstverwaltung der Branche. Der Vorsitz des wichtigsten Gremiums wechselt nun.

Der Gemeinsame Bundeausschuss entscheidet unter anderem darüber, welche Leistungen die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. (Symbolbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Der Gemeinsame Bundeausschuss entscheidet unter anderem darüber, welche Leistungen die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. (Symbolbild)

Berlin (dpa) - An der Spitze des obersten Beschlussgremiums des deutschen Gesundheitswesens steht erstmals eine Frau. Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen ist nun die vorherige Staatssekretärin im hessischen Gesundheitsministerium, Sonja Optendrenk, wie das Gremium in Berlin mitteilte. Die 54-Jährige folgt auf Josef Hecken, der das Amt seit 2012 innehatte.

Der seit 2004 bestehende Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet unter anderem darüber, welche Leistungen die rund 74 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. Das Gremium legt dabei für bestimmte Operationen auch jährliche Mindestzahlen der Eingriffe fest, um die Behandlungsqualität abzusichern. Zuständig ist der Bundesausschuss etwa auch für konkrete Regelungen zu telefonischen Krankschreibungen.