Grimm Festspiele in Hanau

Neue Technik: Hänsel und Gretel erreichen Hörgeräte direkt

Hörprobleme sollen keine Hürde für das Publikum der Grimm Festspiele in Hanau sein. Eine neue Anlage soll das Erlebnis für Hörgeschädigte erheblich verbessern.

Musicals wie «Die Gänsemagd» sind das Markenzeichen der Festspiele in der Geburtsstadt der Brüder Grimm - hörgeschädigte Besucherinnen und Besucher bekommen in der neuen Saison dank moderner Technik Hilfe. (Archivfoto) Foto: Michael Bauer/dpa
Musicals wie «Die Gänsemagd» sind das Markenzeichen der Festspiele in der Geburtsstadt der Brüder Grimm - hörgeschädigte Besucherinnen und Besucher bekommen in der neuen Saison dank moderner Technik Hilfe. (Archivfoto)

Hanau (dpa/lhe) - Erstmals wird hörgeschädigten Besucherinnen und Besuchern der Brüder Grimm Festspiele in Hanau nach Angaben der Veranstalter mit Hilfe einer neuen technischen Vorrichtung ein besseres Hörerlebnis angeboten. Eine spezielle Anlage ermögliche es Menschen mit Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten, den Ton direkt und störungsfrei über ihre jeweiligen Geräte zu empfangen, teilte die Stadt mit. 

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Der Start der induktiven Höranlage ist für den 31. Mai mit der Premiere des Familienmusiktheaters «Hänsel und Gretel» geplant. Ab diesem Zeitpunkt sollen alle Veranstaltungen der bevorstehenden Festspielsaison im Hanauer Amphitheater für Menschen mit Hörverlust barrierefrei erlebbar sein. 

Die Festspiele in der Geburtsstadt der Brüder Grimm gehen in diesem Jahr in ihre 41. Saison. Los geht es mit dem Musical «Die Bremer Stadtmusikanten» am 9. Mai. Neben «Hänsel und Gretel» stehen auch noch die Stücke «Rapunzel», «Bunbury - Ernst sein ist alles» und «Tschick» auf dem Spielplan.

Test im vergangenen Jahr 

«Die Brüder Grimm Festspiele sind ein Aushängeschild unserer Stadt, und es ist uns ein großes Anliegen, dass wirklich alle Menschen daran teilhaben können», sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). «Die neue Induktionsanlage ist ein wichtiger Beitrag zur Inklusion und zeigt, wie wichtig barrierefreie Kulturangebote sind.» 

Die Anlage sei bereits bei einer Aufführung im vergangenen Jahr getestet worden. «Das hat sehr gut funktioniert», berichtet Festspiel-Sprecher Jeroen Coppens. Finanziell unterstützt wurde die Investition vom Förderverein der Festspiele und der Aktion Mensch.