Fußball

«Keine Angst»: Premiere für neuen Eintracht-Coach Toppmöller

Für den neuen Cheftrainer Dino Toppmöller wird es ernst. Im Pokalspiel bei Lokomotive Leipzig feiert er seinen Pflichtspiel-Einstand bei den Frankfurtern. Kapitän Sebastian Rode ist wieder an Bord.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Dino Toppmöller ist überzeugt, dass seine Pflichtspiel-Premiere als neuer Cheftrainer von Eintracht Frankfurt ein Erfolg wird. «Wir sind auf alles vorbereitet und möchten unserer Favoritenrolle gerecht werden», sagte der 42 Jahre alte Coach zwei Tage vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) beim Regionalligisten FC Lokomotive Leipzig. Seinen beiden Vorgängern ist das nicht gelungen: Unter Adi Hütter verloren die Frankfurter 2018 beim SSV Ulm (1:2) und mit Oliver Glasner 2021 bei Waldhof Mannheim (0:2).

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«Das macht mir keine Angst. Neue Gruppe, neuer Trainer, neuer Gegner. Wir sollten aber gewarnt sein», meinte Toppmöller. Zugleich erwartet er allerdings einen «einen heißen Tanz» bei einer Mannschaft, «die mutig spielen wird und sich nicht nach dem Gegner richten» werde: «Lok Leipzig ist eine Mannschaft, die guten Fußball spielen kann. Uns erwartet ein flexibler, schneller und erfahrener Gegner.»

Den will er gar nicht erst zur Entfaltung kommen lassen. «Wir möchten unseren Fußball auf den Platz bringen, den Gegner früh unter Druck setzen, die Gegebenheiten annehmen und mit dem Kopf voll da zu sein», erläuterte der neue Coach seine Strategie. Am Engagement und der Einsatzbereitschaft der Profis beim hessischen Bundesligisten hat er keinen Zweifel: «Die Jungs scharren mit den Hufen. Wir gehen mit Vorfreude in das Spiel.»

Personell kann Topmöller aus dem Vollen schöpfen. Kapitän Sebastian Rode meldete sich nach einer Wadenverletzung ebenso rechtzeitig zurück wie Junior Dina Ebimbe, der zuletzt mit einem grippalen Infekt zu tun hatte.

Keinen Zweifel hegt er zudem, dass der französische Stürmerstar Randal Kolo Muani spielen wird. Der 24-jährige Angreifer steht auf den Einkaufszettel von Paris St. Germain. «Er ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft und ich gehe davon aus, dass er am Sonntag aufläuft», sagte Toppmöller. Ob der Vizeweltmeister noch eine Saison bei der Eintracht bleibt oder an die Seine wechselt, wisse er nicht: «Da müssen wir abwarten, was bis zum 1. September passiert.» Dann schließt das Transferfenster.

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche ist bisher mit seiner Trainerwahl zufrieden. «Generell macht das Trainerteam es sehr gut. Dino hat eine gute Art mit den Jungs umzugehen, ist klar im Inhalt, was er von den Jungs haben will», sagte er dem Radiosender FFH. «Natürlich ist das ein besonderes Spiel für ihn, das erste Pflichtspiel und sicherlich wird er ein wenig nervös sein - aber das ist ja auch völlig normal.» Eine Woche später folgt das Bundesliga-Debüt für Toppmöller im Hessen-Derby gegen Aufsteiger Darmstadt 98.