Handball-Europapokal

Niederlage in Porto: Melsungen zittert sich ins Final Four

Eine schwache Angriffsleistung lässt die MT Melsungen zittern. Doch am Ende steht der Einzug ins Finalturnier in der European League mit insgesamt drei deutschen Teams.

Schaffte mit der MT Melsungen das Final Four: Roberto Garcia Parrondo (Archivbild). Foto: Christian Charisius/dpa
Schaffte mit der MT Melsungen das Final Four: Roberto Garcia Parrondo (Archivbild).

Porto (dpa/lhe) - Die Handballer der MT Melsungen haben mit viel Glück das Final-Turnier in der European League erreicht. Der Bundesligist verlor zwar sein Viertelfinal-Rückspiel beim portugiesischen Club FC Porto mit 19:23 (9:12). Allerdings reichte der Fünf-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel für das Weiterkommen. Ruben Marchan erzielte 30 Sekunden vor Abpfiff den entscheidenden Treffer. Bester Werfer war Florian Drosten mit sieben Toren.  

Für die Nordhessen ist es das zweite internationale Halbfinale in der Vereinsgeschichte. Im Vorjahr scheiterte Melsungen im Halbfinale am späteren Titelträger SG Flensburg/Handewitt, der auch in diesem Jahr im Final Four steht. Weitere Gegner sind der THW Kiel sowie Montpellier Handball aus Frankreich. Die Auslosung findet am 8. Mai statt, das Finalturnier am 30./31. Mai in Hamburg. 

Schwache Angriffsleistung - Simic am Ende entscheidend

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Wie schon beim 28:23-Hinspielerfolg hatte Melsungen in der Offensive Probleme. Es fehlte an Geschwindigkeit und Genauigkeit, im Positionsangriff zudem an Ideen, sodass die Wurfquote unter 50 Prozent lag. Nach 25 Minuten hatte die MT lediglich sechs Treffer erzielt. Coach Roberto Garcia Parrondo reagierte mit dem siebten Feldspieler, wodurch die Gäste mehr Chancen kreieren konnten. Glück für Melsungen, dass auch Porto schwach abschloss.

Nach Wiederanpfiff legte die MT einen kleinen Fehlstart hin. Porto nutzte dies und lag erstmals in der Endabrechnung beider Spiele in Führung (15:9). Doch der Bundesligist konterte umgehend. Dies gab aber keine Sicherheit, denn im Angriff blieb weiterhin vieles bei den Gästen Stückwerk. Einzig Torwart Nebojsa Simic bewahrte seine Mannschaft vor einem größeren Rückstand. Seine Teamkollegen wirkten verunsichert, leisteten sich einfache Fehler und mussten bis zum Ende um das Weiterkommen zittern.