Frankfurt am Main

OB Mike Josef: Private Rückzugsräume sind wichtig

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) will sich in seinem Amt ganz bewusst Zeit für seine Familie nehmen. «Das ist manchmal herausfordernd, weil das ein Job ist, da könnte man von morgens bis nachts durcharbeiten. Es gibt praktisch immer was zu tun», sagt der 40-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Umso wichtiger sei es, sich private Rückzugsräume zu suchen. So versuche er, sich mal einen Abend unter der Woche oder Zeit am Wochenende frei zu halten, um beispielsweise mit der Familie ins Kino zu gehen.

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Er habe bereits vorher gewusst, worauf er sich einlasse. «Es ist ja nicht so, dass man kandidiert als Oberbürgermeister und dann sagt, ich habe jetzt fünf freie Abende in der Woche die ich mit den Kindern verbringen kann.» Er habe sich vor seiner Kandidatur abgestimmt. «Wir haben lange darüber geredet, auch in der Familie.»

Was ihn allerdings überrascht habe, ist der plötzliche Bekanntheitsgrad, sagt Josef. «Das habe ich ein Stück weit unterschätzt, wie schnell und wie groß da der Sprung ist vom Stadtrat zum Oberbürgermeister.» So werde er regelmäßig auf der Straße oder in er U-Bahn angesprochen und in Diskussionen verwickelt, «was ich auch schön finde, weil sich daraus auch sehr viele gute Gespräche entwickeln».

Der in Syrien geborene Josef ist seit Mai neuer Oberbürgermeister von Deutschlands fünftgrößter Stadt. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Söhne. Der 40-Jährige war zuvor Stadtrat, Planungsdezernent und Sportdezernent in Frankfurt.