Brauchtum

Osterbrunnen nach Corona-Pause nicht überall gesichert

Viel Müh' und Fleiß investieren Freiwillige in einigen Gemeinden, um Osterbrunnen zu schmücken. Mancherorts scheint es dieses Jahr nicht einfach, ein solches Kunstwerk zu schaffen.

Mehr als 10.000 kunstvoll von Hand bemalte Ostereier zieren den Osterbrunnen in Schechingen. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Archivbild
Mehr als 10.000 kunstvoll von Hand bemalte Ostereier zieren den Osterbrunnen in Schechingen.

Schorndorf/Althütte (dpa/lsw) - Es ist ein Jahrhunderte alter Brauch, der nicht überall ohne weiteres aufrecht zu erhalten ist: Osterbrunnen mit ihren bunten Eiern bieten jedes Jahr in einigen Gemeinden im Südwesten einen schönen Anblick. In Althütte im Rems-Murr-Kreis etwa gestaltet sich die Vorbereitung dieses Jahr aber schwer. Nach coronabedingter dreijähriger Pause sind den Landfrauen die Materialien abhandengekommen.

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«Manche machen jetzt dicke Backen, aber wenn wir keine Thuja und Eibe von den Bürgern bekommen, können wir auch nichts binden», sagt Ilona Belz, Chefin des Vereins. Im nächsten Jahr werde man offensiver an die Beschaffung des Grünzeugs herangehen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Auch die Landfrauen aus Schorndorf mussten dafür kämpfen, dass die Tradition bestehen bleibt. «Wir haben bei der Stadt Überzeugungsarbeit geleistet», sagt Rita Rost, Chefin der Schorndorfer Landfrauen, die den Brunnen auf dem Marktplatz der Fachwerkstadt im Rems-Murr-Kreis mit 4000 bunten Plastikeiern schmücken. Die Dekoration mit dem Grünzeug auf den Metallbügeln hat dank städtischer Unterstützung ein heimischer Gärtner übernommen.

Der Brauch stammt aus der Zeit, als Wasser ein kostbares Gut war. Um im Frühjahr das Wasser zu ehren, entstand der österliche Schmuck an den Brunnen.