Landtagswahl Baden-Württemberg

Palmer zu Ministeramt: «Müssen Sie Ministerpräsident fragen»

Tübingens streitbarer Oberbürgermeister wird immer wieder als potenzieller Minister im Südwesten ins Gespräch gebracht. Was sagt Palmer nach der Landtagswahl dazu?

Auf die Frage nach einem Ministeramt verweist Palmer nur auf die Landesverfassung, der zufolge der Ministerpräsident die Posten vergibt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Auf die Frage nach einem Ministeramt verweist Palmer nur auf die Landesverfassung, der zufolge der Ministerpräsident die Posten vergibt.

Tübingen (dpa) - Der parteilose Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer lässt Spekulationen um ein mögliches Ministeramt in einer neuen Landesregierung in Baden-Württemberg weiter offen. «Wenn Sie das wissen wollen, müssen Sie den Ministerpräsident fragen», sagte der frühere Grünen-Politiker Palmer dem Nachrichtenmagazin «Focus». In der Landesverfassung stehe, dass der Ministerpräsident die Minister ernenne.

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Palmer sagte zugleich: «Wenn jemand meinen Rat sucht, dann bekommt er den. Das war die letzten 15 Jahre ein vertrauensvolles Verhältnis mit Winfried Kretschmann. Dafür stehe ich weiter zur Verfügung.»

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir könnte Hochrechnungen zur Landtagswahl im Südwesten zufolge in die Fußstapfen von Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) treten. Özdemir lobte seinen ehemaligen Parteifreund Palmer immer wieder in den höchsten Tönen. Palmer sei für ihn ein «sehr, sehr wichtiger Ratgeber».

Zum Wahlergebnis Özdemirs sagte Palmer auch mit Blick auf Kretschmann: «Cem ist der neue Kretsch. Sensationeller persönlicher Erfolg für ihn.»

Der Tübinger Oberbürgermeister hatte Mitte Februar auch die Trauung Özdemirs und seiner Ehefrau Flavia Zaka im Rathaus vorgenommen. Der Rathauschef ist ein langjähriger Freund der Familie.