Fußball-Bundesliga

Polanski: Gladbach muss gute Ansätze in Punkte ummünzen

Borussia Mönchengladbach steht erstmals seit elf Jahren nach zwei Spielen noch ohne Punkt da. Wie Trainer und Sportchef die Fehler analysieren und was jetzt gegen Freiburg zählt.

Steht mit Borussia Mönchengladbach bereits nach zwei Spieltagen unter Druck: Eugen Polanski. (Archivbild) Foto: David Inderlied/dpa
Steht mit Borussia Mönchengladbach bereits nach zwei Spieltagen unter Druck: Eugen Polanski. (Archivbild)

Mönchengladbach (dpa) - Eugen Polanski sieht bei Borussia Mönchengladbach trotz des Fehlstarts Fortschritte und nimmt sich zugleich selbst in die Pflicht. «Die dringlichste Änderung, die wir vollziehen müssen, ist Punkte sammeln. Was die Energie angeht, was die Laufleistung, Sprintleistung, Meter pro Minute, all das, sind wir deutlich besser geworden, definitiv», sagte der Trainer vor der Partie beim SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Nachdem die Borussia erstmals seit elf Jahren nach zwei Spielen noch ohne Punkt dasteht, sieht Polanski seine Mannschaft nun vor allem gefordert, die guten Ansätze über die gesamte Spielzeit abzurufen. «Daran zu glauben, dass man viele Dinge auch schon gut gemacht hat, das dann aber auch einfach mal über 90 Minuten abrufen kann und abrufen sollte, das ist unser Job und das ist dann auch mein Job, das aus den Jungs rauszukitzeln», sagte der 40-Jährige. 

Die jüngste Niederlage gegen Elversberg habe bei allen Spuren hinterlassen. «Montags ging es mir echt nicht so gut und keinem anderen ging es gut. Ich bin der Erste, der die Hand hebt und sich auch dafür verantwortlich sieht», sagte er. Alle seien nach dem späten Rückschlag «geschockt» gewesen. «Ich glaube, dass wir vieles richtig gemacht haben, aber halt dann auch relativ viel falsch, wenn man ein Spiel nach einem 3:1 dann abgibt. Das sollte so nicht passieren.»

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Schröder sieht Gladbach trotz Fehlstart als gute Mannschaft

Auch Sportchef Rouven Schröder verwies nach dem 4:3 gegen Aufsteiger Elversberg auf die Diskrepanz zwischen Leistung und Punktausbeute. «Wir möchten uns für Dinge belohnen, die wir gut machen. Aber im Endeffekt haben wir null Punkte. Und wenn wir ehrgeizig sind, dann muss uns das ja maßlos stören. Deswegen waren wir auch alle so geschockt», sagte Schröder. «Da war eine große Emotionalität drin, weil die Enttäuschung so groß war.» 

Es seien vor allem «individuelle Fehler» gewesen, die es abzustellen gelte. Es gelte den Blick nicht nach hinten, sondern nach vorne zu richten. Klar sei aber auch: «Wenn du in Freiburg erfolgreich sein willst, dann musst du wenige Fehler machen.» Trotz des Fehlstarts sei die Borussia «eine gute Fußballmannschaft». Zugleich wisse man, «was das Ergebnis im Sport generell in der Bewertung mit uns macht». Daher gelte es daran zu arbeiten, dass das Ergebnis stimme.