Extremismus

Prozess gegen 19-Jährigen wegen Anschlagsplänen beginnt

Ein junger Mann soll gedroht haben, für seine politischen Ziele Menschen zu töten. Nun muss sich der mutmaßliche Rechtsextremist vor Gericht verantworten.

Der Prozess vor dem Landgericht findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. (Archivfoto) Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Der Prozess vor dem Landgericht findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. (Archivfoto)

Limburg (dpa) - Ein 19-jähriger mutmaßlicher Rechtsextremist steht von Mittwoch (09.00 Uhr) an vor dem Landgericht Limburg, weil er in Foren mit Gewalt gedroht und Anschlagspläne verfolgt haben soll. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte Anklage gegen den Mann wegen Verdachts auf Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erhoben. Zudem werden ihm Verstöße gegen das Waffengesetz und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen. 

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Der Prozess findet wegen des Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Mann war Mitte November 2023 festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Den Ermittlungen zufolge soll der 19-Jährige «eine verfestigte antisemitische und rassistische Grundeinstellung» haben, wie die Staatsanwaltschaft zur Anklageerhebung mitgeteilt hatte. Die Behörde geht davon aus, dass er spätestens seit Ende 2021 einen «Umsturz der demokratischen Grundordnung in der Bundesrepublik Deutschland unter Einsatz von Gewalt» geplant und vorbereitet habe. 

Unter anderem soll er mit einem 3D-Drucker Teile einer automatischen Maschinenpistole hergestellt haben. Auch eine Gaspistole entdeckten die Ermittler bei ihm, deren Lauf so verändert gewesen sei, dass damit Geschosse abgefeuert werden konnten.