Hitze

Rathauschef: Bei Hitze auf andere achten

«Achten Sie auf sich und aufeinander», mahnt Wiesbadens Oberbürgermeister Mende. Hitzewellen können besonders für geschwächte Menschen gefährlich sein. Das zeigt auch die Bilanz des Rettungsdienstes.

Bei der zurückliegenden Hitzewelle kamen Retter in Wiesbaden an ihre Grenzen. (Symbolbild) Foto: Patrick Pleul/dpa
Bei der zurückliegenden Hitzewelle kamen Retter in Wiesbaden an ihre Grenzen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit Blick auf mögliche neue Hitzewellen hat die Stadt Wiesbaden zum Miteinander aufgerufen. «Hitzeperioden werden uns künftig häufiger begegnen», teilte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) mit. «Deshalb appelliere ich eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger: Achten Sie auf sich und aufeinander. Schauen Sie nach Ihren Nachbarinnen und Nachbarn, Freunden und Angehörigen.» Wichtig sei, dass es nicht bei einem einzigen Mal bleibe. «Gerade an heißen Tagen kommt es darauf an, regelmäßig nachzufragen und in Kontakt zu bleiben.» 

Bei der zurückliegenden Hitzewelle Ende Juni mit Höchstwerten von rund 40 Grad seien Rettungsdienst und Krankenhäuser an ihre Grenzen gekommen, ergänzte Norbert Hagner, Sachgebietsleiter Rettungsdienst und Medizinische Gefahrenabwehr. Die Zahl der rettungsdienstlichen Todesfeststellungen sei auf 33 Fälle angestiegen - rund zehnmal mehr als an einem Vergleichswochenende im Sommer 2025 mit Temperaturen von nur knapp über 30 Grad. 

«Nicht jeder einzelne Fall lässt sich unmittelbar auf die Hitze zurückführen», ergänzte der Experte. Die deutliche Häufung während der extremen Temperaturen mache jedoch sichtbar, wie stark insbesondere ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen gefährdet seien. 

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Impressum

Die Stadt Wiesbaden bereitet sich den Angaben zufolge auf künftige Hitzewellen vor. Unter anderem werde an heißen Tagen ein klimatisierter Raum im Rathaus tagsüber geöffnet. Darüber hinaus wurde ein Hitze-Telefon eingerichtet.