Reparatur aller Wasserstoffzüge im Taunus bis Jahresende
Statt moderner Wasserstoffzüge rollen im Taunus weiter Dieselzüge mit. Bis alle Züge flott gemacht sind, dauert es noch.
Hofheim (dpa/lhe) - Nach dem verpatzten Start der Flotte von Wasserstoffzügen im Taunus rechnet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) damit, dass alle Bahnen bis Jahresende repariert sein werden. Seit August 2025 seien zunächst besonders störanfällige Bauteile der Brennstoffzellen durch neu entwickelte Teile eines anderen Lieferanten ersetzt worden, teilt ein RMV-Sprecher mit.
Dies habe die Zuverlässigkeit bereits deutlich verbessert. Eine weitere Optimierung werde derzeit getestet. Anschließend soll sie im Jahresverlauf auf alle 27 Fahrzeuge ausgerollt werden.
Bisher ist nach Angaben des Herstellers Alstom noch keiner der Züge vollständig überarbeitet. Ziel sei aber, die Flotte im Laufe des Jahres mit einer neuen und deutlich verbesserten Brennstoffzellen-Generation auszurüsten. Die Tests zeigten eine deutlich höhere Zuverlässigkeit und Laufleistung.
Probleme von Beginn an
Geplant war für Dezember 2022 der Start der weltweit größten Flotte mit der umweltfreundlichen Technologie auf vier Linien im Taunusnetz. Doch von Beginn an gab es Probleme, zunächst mit der Lieferung, dann mit dem Betrieb.
Aktuell fahren sie nach RMV-Angaben nur auf der RB12 Frankfurt-Königstein und der Strecke Bad Homburg - Brandoberndorf (RB15). Auf der RB15 sind die Wasserstoffzüge in Kombination mit Diesel-Ersatzzügen unterwegs.