Gedenktag

Rhein: «Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachhalten»

Hessens Ministerpräsident erinnert am Gedenktag an das Leid von Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und zieht Parallelen zum aktuellen Ukraine-Krieg.

Rhein betonte die Bedeutung von Heimat für Identität und Zusammenhalt. (Archivbild) Foto: Michael Kappeler/dpa
Rhein betonte die Bedeutung von Heimat für Identität und Zusammenhalt. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat zum hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation an die Folgen von Krieg und Heimatverlust erinnert. Geschichtsbewusstsein sei entscheidend für Frieden und Freiheit, erklärte der CDU-Politiker nach Angaben der Staatskanzlei in Wiesbaden.

Rhein zog dabei eine Verbindung zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. «Viele Heimatvertriebene und Flüchtlinge haben nach dem Zweiten Weltkrieg großes Leid erfahren: das Unrecht der Vertreibung, traumatische Erlebnisse und den Verlust ihrer Heimat», sagte er. Dieses Unrecht erlebten nun wieder Millionen Menschen infolge des Ukraine-Krieges. 

«Heimat gilt es zu schützen»

«Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Erinnerung an Flucht und Vertreibung wachzuhalten», mahnte Rhein. «Heutige und künftige Generationen müssen wissen, wohin Krieg, Hass und Gewalt führen, und begreifen, was Heimatverlust bedeutet.» 

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Zugleich betonte Rhein die Bedeutung von Heimat für Identität und Zusammenhalt. Heimat sei ein wichtiges Gut, das es zu schützen gelte. «Heimat ist der Ort, der uns Halt, Orientierung und Sicherheit bietet.» Sie präge unsere Identität, unsere Persönlichkeit und unsere Sicht auf die Welt. 

Der Landesverband Hessen des Bundes der Vertriebenen (BdV) richtet an dem Gedenktag traditionell auch den «Tag der Heimat» aus. Er führe uns vor Augen, «wie wichtig Heimatverbundenheit und Traditionen für unser Miteinander sind», sagte der Ministerpräsident.