Roth: Rushdie steht für Einsatz für Freiheit
Berlin/Frankfurt/Main (dpa) - Kulturstaatsministerin Claudia Roth hat die Auszeichnung des britisch-indischen Schriftstellers Salman Rushdie mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels als «ausgezeichnete Wahl» bezeichnet. «Wie kaum ein anderer steht Salman Rushdie für den mutigen und unerschütterlichen Einsatz für die Freiheit des Wortes und das seit mittlerweile vielen Jahrzehnten», sagte die Grünen-Politikerin am Montag in Berlin.
Zurecht hebe die Begründung nicht nur seine «Unbeugsamkeit» und «Lebensbejahung» hervor, sondern auch den großen Geschichtenerzähler Rushdie, seinen Humor und seine Kreativität. «Leider steht der Name Salman Rushdies auch stellvertretend für die Gefahr, der mutige und leidenschaftliche Schriftstellende weltweit ausgesetzt sein können. Bis heute und auch nach dem jüngsten Attentat auf Rushdies Leben weigert sich das verbrecherische iranische Regime, die 1989 gegen ihn ausgesprochene Fatwa zurückzunehmen und ist damit auch weiterhin verantwortlich für die Angriffe gegen Rushdie, seine Verleger, seine Übersetzer und viele weiter unschuldige Menschen.»
Der 76-Jährige, der im vergangenen Sommer bei einem Attentat schwer verletzt wurde, bekommt die Auszeichnung im Herbst in der Frankfurter Paulskirche.