Konflikte

Russische Drohnen-Liste: Hanau schaltet Behörden ein

Hanau ist laut Verteidigungsministerium in Moskau ein Standort für die Drohnen-Produktion für die Ukraine. Die Stadt schaltet die Behörden ein und will für Transparenz sorgen.

Das Hanauer Rathaus reagiert auf eine Liste des russischen Verteidigungsministeriums und kontaktiert den Verfassungsschutz. Foto: Michael Bauer/dpa
Das Hanauer Rathaus reagiert auf eine Liste des russischen Verteidigungsministeriums und kontaktiert den Verfassungsschutz.

Hanau (dpa/lhe) - Nachdem Hanau auf einer Liste des russischen Verteidigungsministeriums über angebliche Standorte für die ukrainische Drohnenproduktion aufgetaucht ist, hat die Stadt nach eigenen Angaben Kontakt zum Bundesamt für Verfassungsschutz aufgenommen. «Einschüchterung funktioniert oft mit Desinformation und fehlender Information», erklärte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). 

Neben dem Verfassungsschutz seien auch der Staatsschutz, die Polizei und das Regierungspräsidium Darmstadt kontaktiert worden, teilte Kaminsky mit. Es gehe darum, Transparenz herzustellen und die Bürgerschaft zu informieren. 

Das russische Verteidigungsministerium hatte vor wenigen Tagen eine Liste mit 21 europäischen Unternehmen veröffentlicht, die an der Drohnenproduktion für die Ukraine beteiligt sein sollen, darunter auch eine Zulieferer-Firma aus Hanau und zwei Betriebe in München. Die Länder, die Drohnen für die Ukraine produzierten, würden in den Krieg mit Russland hineingezogen, hieß es in der Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums.

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