Krise der Autoindustrie

Schaeffler streicht Tausende Jobs und schließt Werke

Auch Morbach und Schwalbach sind von Schaefflers neuen Einschnitten betroffen. Für die Beschäftigten in Schwalbach ist ein Wechsel nach Frankfurt geplant – doch nicht alle Stellen bleiben erhalten.

Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. (Archivbild) Foto: Daniel Karmann/dpa
Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. (Archivbild)

Herzogenaurach (dpa) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm und Tausenden Stellenstreichungen seinen Sparkurs erheblich. Davon sind auch Standorte in Hessen sowie Rheinland-Pfalz betroffen.

Das Unternehmen will in Europa weitere 3.460 Stellen abbauen, davon 2.660 in Deutschland, wie es in Herzogenaurach mitteilte. Zudem ist die Schließung von vier deutschen Standorten geplant. Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmaßnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere. 

Von der Schließung betroffen ist laut Schaeffler unter anderem der Standort Morbach mit 160 Mitarbeitenden. Zudem ist laut Schaeffler geplant, den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein Großteil der rund 385 Beschäftigten solle an den Schaeffler-Standort in Frankfurt wechseln. Insgesamt seien rund 190 Stellen vom Abbau betroffen. 

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Scharfe Kritik von IG Metall 

Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisierten das neuerliche Sparprogramm scharf. «Bei Schaeffler folge inzwischen ein Abbauprogramm auf das nächste, noch bevor die Folgen des vorherigen bewältigt sind», sagte Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler. «Das ist kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland.» Bereits 2024 und 2025 hatte Schaeffler die Streichung mehrerer tausend Arbeitsplätze beschlossen.