Scheidende Merck-Chefin wechselt an die Spitze von Sanofi
Beim Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern endet die Zeit von Vorstandschefin Belen Garijo. Nun übernimmt die Spanierin den Chefposten beim französischen Pharmariesen Sanofi.
Paris/Darmstadt (dpa) - Die scheidende Merck-Chefin Belen Garijo hat bereits einen neuen hochkarätigen Job gefunden: Die Spanierin wechselt an die Spitze des französischen Pharmakonzerns Sanofi. Der Verwaltungsrat habe entschieden, den Vertrag des bisherigen Sanofi-Chefs Paul Hudson nicht zu verlängern, teilte Sanofi überraschend mit. Hudson soll nach sechsjähriger Amtszeit bereits am 17. Februar ausscheiden. Garijo werde ihren neuen Posten nach der Hauptversammlung am 29. April übernehmen, hieß es.
Sanofi-Verwaltungsratschef Frédéric Oudéa lobte die Expertise von Garijo. «Sie ist eine anerkannte Führungskraft in unserer Branche mit einem unbestrittenen Ruf. Sie kennt die Sanofi-Gruppe sehr gut, wo sie 15 Jahre lang wichtige Positionen innehatte und viele Erfolge erzielt hat.»
Beim Pharma- und Technologiekonzern Merck steht die Staffelübergabe schon seit längerem fest: Dort soll der amtierende Leiter der Elektroniksparte, Kai Beckmann, Garijo den bisherigen Ankündigungen zufolge zum 1. Mai an der Konzernspitze ablösen. Den Wechsel hatte das Darmstädter Dax-Unternehmen im vergangenen September verkündet.
Garijo hatte den Chefposten dort im Mai 2021 übernommen und Merck durch die Corona-Pandemie gesteuert. Zudem managte sie Zukäufe wie zuletzt die Übernahme des US-Krebsspezialisten Springworks Therapeutics.