Justiz

Schüsse auf Bräutigam: Prozess wird neu aufgerollt

Ein Mann soll den Freund seiner Tochter angeschossen haben, um die Hochzeit zu verhindern. Zwei frühere Urteile gegen ihn hat der BGH einkassiert.

Akten liegen in einem Prozess auf dem Tisch. Foto: Swen Pförtner/dpa
Akten liegen in einem Prozess auf dem Tisch.

Gießen/Sontra (dpa/lhe) - Ein Prozess wegen Schüssen eines Brautvaters auf einen Bräutigam vor über fünf Jahren in Sontra ist am Dienstag im Landgericht Gießen neu aufgerollt worden. Der Angeklagte habe zum Prozessauftakt nichts zu den Vorwürfen gesagt, berichtete eine Gerichtssprecherin. Er habe jedoch eine Einlassung zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Am ersten Verhandlungstag wurden Zeugen wie Anwohner und Polizeibeamte vernommen. Das Opfer soll am Donnerstag gehört werden. Die Schwurgerichtskammer hat bislang Termine bis zum 31. Juli bestimmt.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Angeklagt ist ein heute 55-jähriger Mann aus Göttingen. Ihm wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln soll im Februar 2019 den kurdischen Freund seiner Tochter angeschossen und schwer verletzt haben, um die Hochzeit zu verhindern.

Der Fall war bereits zwei Mal am Landgericht in Kassel verhandelt worden, der Bundesgerichtshof hob jedoch beide Urteile auf. Das Verfahren wurde daraufhin an das Landgericht in Gießen verwiesen.