Kriminalität

Schüsse in Gießen - Vier Verdächtige in U-Haft

Nach Schüssen in Gießen mit zwei Schwerverletzten sitzen vier Verdächtige jetzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen versuchten Totschlag und Verstöße gegen das Waffengesetz vor.

Die vier Tatverdächtigen schweigen laut den Ermittlern bislang zu den Tatvorwürfen. (Symbolbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa
Die vier Tatverdächtigen schweigen laut den Ermittlern bislang zu den Tatvorwürfen. (Symbolbild)

Gießen (dpa/lhe) - Nach Schüssen in Gießen mit zwei Schwerverletzten sind vier von fünf Festgenommenen in Untersuchungshaft genommen worden. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Gießen mit. 

Gegen die Männer im Alter von 21 bis 26 Jahren erging demnach Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Zudem würden ihnen Verstöße gegen das Konsumcannabis- und Waffengesetz zur Last gelegt, hieß es. 

Die vier Tatverdächtigen haben sich laut Mitteilung bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ein fünfter Festgenommener wurde demnach mangels dringendem Tatverdacht entlassen.

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Verdächtige in Nordhessen festgenommen

Am späten Sonntagabend waren während einer Auseinandersetzung am Lindenplatz in der Gießener Innenstadt zwei Männer im Alter von 20 und 24 Jahren durch die Schüsse schwer verletzt worden. Die Angreifer waren zunächst geflüchtet. Spezialeinsatzkräfte der hessischen Polizei hatten am Montag fünf Männer in einem Haus im nordhessischen Bad Wildungen festgenommen. Neben einem Kilogramm Cannabis wurden dabei laut den Ermittlern auch drei scharfe Pistolen gefunden. 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun zu den Hintergründen der Tat mitteilten, hatten die Beschuldigten den 24-Jährigen wegen eines seit längerer Zeit bestehenden Streits zur Rede stellen wollen. Dabei sei es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Daraufhin habe der bis dahin unbeteiligte 20-Jährige mit Pfefferspray in das Geschehen eingegriffen, um dem 24-Jährigen zu helfen. Er stehe nach bisherigen Erkenntnissen in keiner persönlichen Beziehung zu den weiteren Beteiligten. 

Mindestens drei Schüsse gefallen

Zwei der Beschuldigten gaben den Ermittlern zufolge insgesamt mindestens drei Schüsse ab. Der 20-Jährige wurde demnach am Kopf, der 24-Jährige am Bein getroffen. Beide Männer befänden sich zumindest aktuell nicht mehr in akuter Lebensgefahr, hieß es

Die Beschuldigten sind den Angaben zufolge bereits allesamt wegen unterschiedlicher Delikte polizeilich in Erscheinung getreten, etwa wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Aufenthaltsgesetz. Die Ermittlungen dauerten weiter an, hieß es.