Rheinland-Pfalz-Wahl

Schweitzer: Niederlage in Baden-Württemberg als Rucksack

Nach seiner überraschend deutlichen Niederlage sieht der SPD-Ministerpräsident die Gründe vor allem in Berlin – und in Stuttgart.

Schweitzer am Abend der Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz an der Seite seiner Frau. Foto: Hannes Albert/dpa
Schweitzer am Abend der Wahlniederlage in Rheinland-Pfalz an der Seite seiner Frau.

Mainz (dpa) - Der abgewählte rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer sieht auch im Abschneiden der SPD in Baden-Württemberg einen Grund für seine eigene Schlappe. «Die SPD-Niederlage in Baden-Württemberg wurde mir auch in den Rucksack gelegt», sagte Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. 

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Die Sozialdemokraten hatten vor zwei Wochen in Baden-Württemberg mit 5,5 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl überhaupt hinnehmen müssen. 

In Rheinland-Pfalz habe die SPD zuletzt noch eine große Aufholjagd hingelegt, sagte Schweitzer – «gegen den Wind und gegen den Trend». Das SPD-Ergebnis in Rheinland-Pfalz sei fast doppelt so hoch wie im Bund. «Meine Persönlichkeitswerte konnten es am Ende nicht rumreißen.»

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Die SPD werde auch jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken. «Wir werden in dem Stil, in dem wir Wahlkampf gemacht haben, weiter Verantwortung übernehmen.»

«Ich hatte aber oft das Gefühl, wir rennen gegen einen Berg an», sagte Schweitzer im ZDF-«heute journal» auch mit Blick auf die Bundes-SPD. «Nicht alle Ursachen dieses Ergebnisses liegen in Rheinland-Pfalz. Das ist eine Rückmeldung, die ich aus vielen Teilen des Landes heute Abend bekomme.»