Naturschutz

Seltener Pilz breitet sich im Nationalpark Schwarzwald aus

Ein kleiner Pilz, der sich nur bei urwaldähnlichen Bedingungen inmitten von Totholz ausbreiten kann - das ist die Zitronengelbe Tramete. In einem Schwarzwaldgebiet gibt es hoffnungsvolle Zeichen.

Die Zitronengelbe Tramete, ein seltener Pilz, wächst bei Seebach im Nationalpark Schwarzwald. Foto: Flavius Popa/Nationalpark Schwarzwald/dpa/Symbolbild
Die Zitronengelbe Tramete, ein seltener Pilz, wächst bei Seebach im Nationalpark Schwarzwald.

Seebach (dpa/lsw) - Die Zitronengelbe Tramete, ein seltener Pilz, ist immer häufiger im Nationalpark Schwarzwald zu finden. In den Kernzonen des Parks, wo es im Wald auch totes Holz gebe, könne sich diese Urwaldart ausbreiten, teilte der Nationalpark in Seebach (Ortenaukreis) mit. Als Totholz werden abgestorbene Bäume oder deren Teile bezeichnet.

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Die Zitronengelbe Tramete mit dem Fachnamen Flaviporus citrinellus komme nur in Europa vor und gelte europaweit als gefährdet. Sie benötige große Mengen Fichten-Totholz, das zuvor von einem anderen Baumpilz, dem Rotrandigen Baumschwamm, besiedelt wurde.

Weniger Totholz in bewirtschafteten Wäldern und der Klimawandel können sich den Angaben zufolge negativ auf die Pilzart auswirken. Sie wächst besonders gut bei niedrigen Temperaturen unter zehn Grad. Der 2014 gegründete Nationalpark Schwarzwald beherbergt nach eigenen Angaben eine Fülle von Tieren, Pilzen und Pflanzen.