Sexuelle Übergriffe bei Pfadfindern? - VCP will Aufarbeitung
Kassel (dpa/lhe) - Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) will mögliche Fälle von sexueller Gewalt aufarbeiten. «Der VCP möchte den Betroffenen gerecht werden und eine kritische Auseinandersetzung im eigenen Verband fördern», teilte die Bundeszentrale in Kassel am Dienstag mit. Betroffene und Zeugen seien aufgerufen, sich zu melden.
«Aktuell sind uns 64 Altfälle bekannt. Wir müssen davon ausgehen, dass es weitere Fälle gegeben hat», sagte Peter Keil vom Bundesvorstand.
Mit der Aufarbeitung von möglichen Fällen und den Strukturen im VCP in den Jahren 1973 bis 2020 sei das unabhängige Forschungsinstitut Dissens in Berlin beauftragt worden. Im VCP sind bundesweit rund 20.000 junge Menschen aktiv.