Lebensrettung

So viele Hessen wurden vor dem Ertrinken gerettet

Starke Strömungen und Kreislauf-Schwierigkeiten werden den Menschen immer wieder zum Verhängnis. Ehrenamtliche in Hessen retten daher jedes Jahr Menschenleben. Worauf man besonders achten sollte.

Fast 1.500 Menschen rettete die DLRG im Jahr 2024 deutschlandweit vor dem Ertrinken. (Archivbild) Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Fast 1.500 Menschen rettete die DLRG im Jahr 2024 deutschlandweit vor dem Ertrinken. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im vergangenen Jahr sind in Hessen 88 Menschen vor dem Ertrinken gerettet worden. Das teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit. Demnach waren vergangenes Jahr in Hessen 3.081 Freiwillige in rund 201.000 Stunden aktiv bei der Gesellschaft. Dabei halfen die Rettungsschwimmer an Badestränden oder auf Booten rund 5.000 Menschen. In Hessen gab es 2024 zwölf Badetote.

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Bundesweit hatte die DLRG vergangenes Jahr nach eigenen Angaben 1.446 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt. «Diese Zahlen spiegeln das außergewöhnliche Engagement unserer Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer wider. Ihr Einsatz rettet Leben – und macht unsere Gesellschaft sicherer», sagte die Präsidentin der DLRG, Ute Vogt. 

Retter warnen vor Sprung ins kalte Wasser

Damit die Badegäste erst gar nicht gerettet werden müssen, appellierte Vogt «nur an bewachten Gewässern schwimmen zu gehen». Im Notfall könne ein Rettungsschwimmer dort schneller eingreifen. Aber auch andere Gefahren sind zum Start in die Badesaison wichtig. 

Ein Sprung ins kühle Wasser kann gefährlich werden, wenn etwa ein plötzlicher Temperatur-Unterschied das Herz-Kreislaufsystem überfordert. Insbesondere für ältere Menschen kann das lebensbedrohlich sein. Diese machten vergangenes Jahr rund 60 Prozent der bundesweit Ertrunkenen aus.