Regionaldirektion

Sommerloch am Arbeitsmarkt - Mehr Arbeitslose

Hessens Industrie baut weiter Jobs ab: Immer mehr Fachkräfte landen in der Arbeitslosigkeit. Warum die Sommerzeit diesmal nicht alles erklärt und wer besonders betroffen ist.

Der Anstieg ist nur zum Teil auf saisontypische Gründe in der Sommerzeit zurückzuführen. (Archivbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Der Anstieg ist nur zum Teil auf saisontypische Gründe in der Sommerzeit zurückzuführen. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa) - In Hessen sind im Juli deutlich mehr Arbeitslose registriert worden als einen Monat zuvor. Zum Stichtag am 13. Juli waren 215.021 Menschen in dem Bundesland arbeitslos gemeldet, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur berichtet. Das waren rund 6.700 mehr als im Juni, sodass die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 6,0 Prozent kletterte. 

Der Anstieg ist nur zum Teil auf saisontypische Gründe in der Sommerzeit zurückzuführen. So kommen mit dem Schul- und Ausbildungsende zahlreiche junge Bewerberinnen und Bewerber auf den Arbeitsmarkt. Sie treffen nach Einschätzung der Agentur auf einen schwierigen Ausbildungsmarkt, auf dem die Unternehmen historisch wenige Ausbildungsplätze anbieten. Laut aktuellen Zahlen suchten im Juli knapp 35.000 junge Menschen in Hessen einen Ausbildungsplatz. Im Angebot waren aber nur knapp 27.600 Stellen.

Zunehmend würden auch Fachkräfte in die Arbeitslosigkeit entlassen, berichtet die Direktion weiter. «Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen geht in Anbetracht unsicherer Rahmenbedingungen weiter zurück. Die Beschäftigungschancen haben sich über alle Qualifikationsniveaus deutlich verschlechtert», erklärt dazu Direktionschef Frank Martin. Hintergrund ist unter anderem der fortschreitende Abbau von Industriearbeitsplätzen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ist im Mai um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen.

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