Agrar

Spargelbauern zufrieden mit Saison im Südwesten

Ob grün oder weiß, mit Sauce Hollandaise oder aus dem Ofen - an Spargelgerichten kommt in der Zeit zwischen März und Juni kaum jemand vorbei. Zum Saisonende ziehen die Höfe Bilanz. Mehrere Faktoren machen den diesjährigen Spargel besonders.

Auf einem Feld des Huber-Hof wird Spargel geerntet. Foto: Uli Deck/dpa
Auf einem Feld des Huber-Hof wird Spargel geerntet.

Bruchsal (dpa/lsw) - Auch dank der Witterung ist der Spargel laut Anbauverband in diesem Jahr besonders lecker gewesen. Dabei spielen vor allem zwei Faktoren eine Rolle, wie Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) sagte: Gesunde Pflanzen aus dem Vorjahr konnten die Energie fürs Wachsen und Nährstoffe sammeln. Zudem habe ein langsames Wachstum einen würzigen, aber nicht bitteren Geschmack begünstigt. «Für mich ist es ein Jahrhundertspargel», sagte Schumacher. Auch darüber hinaus ist der Verband zufrieden mit dem Verlauf der Saison. Traditionell endet die Spargelzeit am Johannistag (24. Juni).

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Weil es im März und April kühl, regnerisch und selten sonnig war, wuchs laut dem VSSE zunächst nicht so viel Spargel. «Das haben wir gerne in Kauf genommen», berichtete Schumacher. Denn die Feuchtigkeit im Boden komme den Pflanzen jetzt zugute. Ansonsten führe aber große Hitze zu größeren Erträgen.

Das Preisniveau war nach Angaben des Verbands in der diesjährigen Hauptsaison etwas höher als im Vorjahr. Damals legten einige Höfe ihre Acker wegen der niedrigen Preise schon vor Saisonende still. In diesem Jahr seien sie mit den Preisen niedriger eingestiegen, aber auch nicht so stark abgesackt, sagte Schumacher. Im März kostete das Kilogramm weißer Spargel den Angaben nach im Schnitt 12,11 Euro, im April dann 10,42 Euro. Zahlen für Mai lägen noch nicht vor, hieß es.

Das Angebot an Arbeitskräften ist laut dem Verbandssprecher gestiegen, weil es weniger Anbaufläche gab. Unter anderem auch wegen des attraktiven Mindestlohns seien wieder mehr Erntehelferinnen und -helfer aus Ländern wie Kroatien und Polen gekommen, die zuvor länger nicht mehr kamen. «Dennoch glauben wir, dass wir auch in Zukunft daran arbeiten müssen, dass die Saisonarbeit attraktiv bleibt», sagte Schumacher.