Streit um Gewinn

Spielautomat zeigt Jackpot – war es nur ein Softwarefehler?

Ein Gast fordert rund 26.000 Euro von einer Spielbank. Das Casino verweigert die Auszahlung. War die Gewinnanzeige echt oder ein Softwarefehler? Das Landgericht Frankfurt prüft den Fall.

Die Spielbank verweigert die Auszahlung von 26.000 Euro an einen Spieler, nun liegt der Fall vor Gericht (Symbolbild) Foto: Hannes P Albert/dpa
Die Spielbank verweigert die Auszahlung von 26.000 Euro an einen Spieler, nun liegt der Fall vor Gericht (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - 26.000 Euro auf dem Bildschirm - aber nur rund 218 Euro sollten ihm zustehen: Ein Spieler streitet vor dem Landgericht Frankfurt mit einer Spielbank in Bad Homburg um einen sogenannten Mystery-Jackpot. Der Mann verlangt die Auszahlung des hohen Gewinns, den er nach eigener Darstellung im September 2025 an einem Automaten erzielt hatte.

Die Spielbank verweigert die Auszahlung. Auf dem Gerät des Klägers seien zunächst rund 218 Euro angezeigt worden, erst danach der deutlich höhere Betrag. Nach ihrer Darstellung war es wegen eines Softwarefehlers zu dieser falschen Anzeige gekommen. Der Jackpot sei zeitgleich an einem anderen Automaten gewonnen worden. 

Der Vorsitzende Richter machte im Termin deutlich, dass sich der Fall juristisch nicht allein mit dem Hinweis auf einen technischen Fehler erledigen dürfte. Eine wichtige Rolle dürfte deshalb spielen, ob die Spielbank nachweisen kann, dass der Jackpot tatsächlich an einem anderen Automaten ausgelöst wurde.

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Auf einen Vergleich ließ sich die Spielbank zunächst nicht ein. Sie hält lediglich die zunächst angezeigten rund 218 Euro für geschuldet und hat den Betrag nach eigenen Angaben für den Kläger hinterlegt. Ob aus den angezeigten 26.000 Euro auch ein rechtlicher Anspruch wird, will das Landgericht am 5. September entscheiden.