Landtagswahl

Spitzenkandidaten halten mögliche Koalitionsoptionen offen

Boris Rhein (r), CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident von Hessen, begleitet seine Ehefrau und seinen Sohn Bruno. Foto: Arne Dedert/dpa
Boris Rhein (r), CDU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident von Hessen, begleitet seine Ehefrau und seinen Sohn Bruno.

Schwalbach am Taunus (dpa) - Am Tag der hessischen Landtagswahl haben die Spitzenkandidaten von CDU, Grünen und SPD mögliche Koalitionsoptionen offengehalten. Ministerpräsident Boris Rhein sagte am Sonntag in Frankfurt zur Frage nach einem möglichen Koalitionspartner, auch da werde es einen Fingerzeig des Wählers geben, und «dann schauen wir mal, wie sich die Dinge gestalten. Ich glaube, Demokraten müssen untereinander anschlussfähig sein.» Es sei sein Auftrag gewesen, die Union zur stärksten Kraft zu machen. «Dann werden wir als stärkste Kraft Gespräche anbieten unserem Koalitionspartner, aber natürlich auch der SPD und der FDP.» Derzeit regiert eine schwarz-grüne Koalition in Hessen.

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Der Grünen-Spitzenkandidat und hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir erklärte: «Ich bin der felsenfesten Auffassung, dass alle Demokratinnen und Demokraten miteinander gesprächs- und im Zweifel auch koalitionsfähig sein müssen. Dann werden wir sehen, was das Wahlergebnis bringt, und danach werden wir sprechen», so Al-Wazir nach seiner Stimmabgabe in Offenbach.

SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser antwortete auf die Frage, ob sie sich ein Bündnis mit der CDU vorstellen könne: «Also ich finde, dass man als demokratische Parteien immer alle miteinander arbeiten können muss». Es gebe einen Ausschluss, den sie von Anfang an im Wahlkampf gemacht habe: «Es wird keine irgendwie geartete Zusammenarbeit oder auch nur Tolerierung mit der AfD geben können,» sagte Faeser nach ihrer Stimmabgabe in Schwalbach am Taunus. Mit allen anderen demokratischen Parteien müsse man aber in einer Demokratie arbeiten können, «jetzt kämpfe ich aber erstmal für eine starke SPD», so Faeser.

Die Sozialdemokratin hatte stets betont, dass sie nur von Berlin nach Wiesbaden wechseln will, falls sie Ministerpräsidentin wird. In den Umfragen lag die SPD deutlich hinter der CDU. Zur Frage, ob sie ihr Amt als Bundesinnenministerin niederlegen werde, falls die Wahlergebnisse nicht so ausfallen, wie sie möchte, sagte Faeser: «Heute geht es um Wahl hier in Hessen, und deswegen werbe ich noch um jede Stimme für Hessen, ich möchte gerne nach Hessen wechseln als Ministerpräsidentin.»