Krebs

Sportkommentator Dahlmann sagt WM-Moderation wegen Krebs ab

Jörg Dahlmann wollte mit Béla Réthy die Fußball-WM von der Türkei aus moderieren. Doch nun zwingt ein Tumor den Wiesbadener zu einer OP. Dahlmann geht damit bewusst an die Öffentlichkeit - warum?

Sportkommentator Jörg Dahlmann hat erneut eine Krebsdiagnose bekommen. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa
Sportkommentator Jörg Dahlmann hat erneut eine Krebsdiagnose bekommen. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa) - Jörg Dahlmann (67), Sportkommentator und einst Dschungelcamp-Bewohner, hat seine vierte Krebsdiagnose bekommen. Bei ihm sei ein Tumor in der Leber festgestellt worden, sagte er rtl.de. Der Deutschen Presse-Agentur teilte der in Wiesbaden lebende Journalist anschließend mit: «Das war an der Uniklinik Bonn».

Eigentlich habe er Fußball-Fans in einem türkischen Ferienclub gemeinsam mit Kommentator Béla Réthy und Trainer Thomas Reis durch die Fußball-Weltmeisterschaft begleiten wollen. Doch nun gehe seine Gesundheit vor, er müsse operiert werden, ein Teil der Leber werde wohl entfernt.

«Probleme mit den Gallengängen»

«Ich hatte Probleme mit den Gallengängen. Sie waren mit einem geleeartigen Zeug verstopft», sagte Dahlmann der dpa. Er habe einen Genfehler, ihm fehle ein «Reparatur-Gen» gegen Krebs. Sein Vater, Großvater und Onkel seien im Alter von 44, 40 und 36 Jahren an Darm- oder Magenkrebs gestorben.

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Er selbst habe bereits 2005 bei einer Vorsorgeuntersuchung seine erste derartige Diagnose bekommen: Darmkrebs. Später sei Haut- und dann Prostatakrebs entdeckt worden. Mehrfach sei er operiert worden, teilte der Sportkommentator rtl.de mit. Im Dschungelcamp habe er einst gestanden: «Ich wollte sterben. Ich wollte nicht mehr.»

«Fight, fight, fight!»

Auch jetzt sei es Glück im Unglück, «weil der Krebs im Frühstadium festgestellt worden ist», sagte Dahlmann der dpa. «Ich gehe bewusst in die Öffentlichkeit damit, weil ich Menschen zur Vorsorge bewegen will.» Gerade Männer seien da oft zurückhaltend, ergänzte der Sportkommentator. Bei schweren Krankheiten gehe es darum, immer weiterzukämpfen: «Fight, fight, fight!»