Sternschnuppen-Show: Wie sie besonders gut zu sehen ist
Bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde: Der Schwarm der sogenannten Lyriden sorgt für ein nächtliches Himmelsschauspiel. Warum sich ein Ausflug aufs Land jetzt besonders lohnen könnte.
Stuttgart (dpa/lsw) - In der Nacht zum Donnerstag (23. April) ist der Sternschnuppenschwarm der Lyriden in seiner stärksten Form über Baden-Württemberg unterwegs - und Himmelsgucker kommen voll auf ihre Kosten. «Die Nacht wird sternenklar», verspricht der Deutsche Wetterdienst (DWD). «Wir erwarten perfekte Bedingungen für eine optimale Beobachtung.»
Zu viele Wünsche für die Sternschnuppen-Nacht? Am besten lässt sich der Schwarm der sogenannten Lyriden von 1.00 Uhr bis morgens vor dem Einsetzen der Dämmerung verfolgen, sagt der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, Uwe Pilz.
Die meisten Sternschnuppen erst Mitte der Woche
Die Lyriden sind auch in den vergangenen Nächten zu sehen gewesen, das Maximum wird aber erst in der Nacht zum Donnerstag erwartet. Die Lyriden sind ein Strom mit mittlerer Aktivität. «Man kann mit 15 bis 20 Sternschnuppen in einer Stunde rechnen», sagt Pilz.
Am besten zum Gucken aufs Land fahren
Die Meteore tauchen mit einer Geschwindigkeit von rund 50 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Dies entspricht 180.000 Kilometer pro Stunde. Der Ausstrahlungspunkt liegt zwischen dem Herkules-Viereck und dem Sternbild Leier. Die Lyriden sind abgesplitterte Bruchstücke des Kometen C/1861 G1, durch die die Erde auf ihrer Umlaufbahn zieht.
Eine besondere Region möchte der DWD nicht herausstellen. «Der Himmel wird überall klar sein», sagt der Meteorologe beim Blick auf die Vorhersage. Zu sehen sind die Sternschnuppen aber sicher am besten ohne künstliche Lichtquellen in der Nähe. Für eine klare Sicht lohnt es sich also, in eine ländliche Region ohne Straßenlaternen oder anderes störendes Licht zu fahren. Die Augen müssen sich außerdem an die Dunkelheit gewöhnen.