Konjunkturumfrage

Stimmung hessischer Unternehmen hellt sich leicht auf

Die Wirtschaftskrise belastet die Firmen im Land. Zu Jahresbeginn verbessert sich das Geschäftsklima nur leicht. Unternehmen schauen etwas zuversichtlicher in die Zukunft – gerade in einer Branche.

Hessens Wirtschaftszentrum Frankfurt: Die Stimmung bei den Unternehmen im Land hellt sich auf niedrigem Niveau auf. (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Hessens Wirtschaftszentrum Frankfurt: Die Stimmung bei den Unternehmen im Land hellt sich auf niedrigem Niveau auf. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Stimmung bei den Unternehmen in Hessen hellt sich zu Jahresbeginn leicht auf. Während die Firmen im Januar ihre aktuelle Lage unverändert negativ sehen, beurteilen sie ihre Geschäftserwartungen etwas besser, wie der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) mitteilte. Der vom HIHK erhobene Geschäftsklimaindex stieg von 90 auf 91 Punkte. Er blieb aber unter der 100-Punkte-Marke, welche die Grenze zu einem wachsenden wirtschaftlichen Umfeld zeigt. 

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Sowohl in der Industrie als auch im Handel verbesserte sich die Stimmung von niedrigem Niveau aus, deutlich stieg sie im Baugewerbe. Einzig in der Dienstleistungsbranche trübte sich das Geschäftsklima ein. Die Aufwärtstendenz wirke sich positiv auf Investitions- und Beschäftigungspläne aus, hieß es.

«Konjunkturmotor trotz Lichtblicke im Leerlauf»

Die Umfrage zeige, dass Hessens Wirtschaft weiter durch unruhige Gewässer navigiere, sagte HIHK-Geschäftsführer Frank Aletter. «Trotz kleinerer Lichtblicke in einzelnen Branchen bleibt der Konjunkturmotor insgesamt im Leerlauf.» Wirtschaftspolitische Unsicherheit, schwache Inlandsnachfrage und hohe Arbeitskosten setzten die Betriebe unter Druck. Die Wirtschaft brauche Impulse von der Politik, forderte Aletter mit Blick auf die nahende Bundestagswahl.

Der HIHK informiert dreimal jährlich über die Lage der Unternehmen im Land und deren Geschäftserwartungen. Die Daten basieren auf Angaben von rund 2.500 Mitgliedsfirmen. Die Befragung wurde vom 2. bis 20. Januar durchgeführt.