Tarifkonflikt

Streikaufruf trifft heute acht hessische Galeria-Filialen

Das Logo des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof ist vor der Zentrale beleuchtet. Foto: Oliver Berg/dpa
Das Logo des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof ist vor der Zentrale beleuchtet.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - In acht hessischen Galeria-Filialen legen an diesem Samstag Mitarbeiter nach einem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi ihre Arbeit nieder. Die Häuser würden aber dennoch öffnen können, sagte Gewerkschaftssekretär Matthias Schäfer am Samstag. In Filialen in Frankfurt, Sulzbach, Wiesbaden, Darmstadt und Viernheim soll ganztägig gestreikt werden. Hintergrund ist der harte Sanierungskurs beim insolventen Kaufhaus-Konzern Galeria Karstadt Kaufhof. Ein Sprecher des Unternehmens sagte, alle Warenhäuser seien uneingeschränkt geöffnet.

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Der von den Gläubigern befürwortete Sanierungsplan sieht in Hessen die Schließung von sieben Warenhäusern vor. Betroffen sind insbesondere kleinere und doppelte Standorte. Acht Kaufhäuser sollen hingegen weitergeführt werden. Verdi verlangt eine Rückkehr des Unternehmens zum Flächentarifvertrag des Einzelhandels sowie Zulagen für die Beschäftigten in Form von Geld und Warengutscheinen.

Es ist bereits der zweite Versuch, den Handelsriesen durch ein Schutzschirmverfahren und den damit verbundenen Schuldenschnitt wieder dauerhaft auf Erfolgskurs zu bringen. Ein erster Anlauf war 2020 während des ersten Corona-Lockdowns gestartet worden. Er hatte dem Unternehmen trotz der Schließung von rund 40 Filialen, des Abbaus von etwa 4000 Stellen und der Streichung von mehr als zwei Milliarden Euro an Schulden nur vorübergehende Entlastung gebracht.