Hanauer Landgericht

Streit im Fahrstuhl: Prozess um Schuss auf Nachbarn begonnen

Ein Nachbar will einen 59-Jährigen im Aufzug zur Rede stellen und soll dann von diesem angeschossen worden sein. Jetzt steht der mutmaßliche Schütze vor Gericht.

Ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht Amtsgericht» ist an der Fassade des Gerichtsgebäudes angebracht. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild
Ein Schild mit der Aufschrift «Landgericht Amtsgericht» ist an der Fassade des Gerichtsgebäudes angebracht.

Hanau (dpa/lhe) - Weil er seinem Nachbarn in einem Aufzug aus nächster Nähe in die Hüfte geschlossen haben soll, muss sich ein 59-jähriger Mann seit Montag wegen versuchten Totschlags vor dem Hanauer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im Juni 2023 nach einer verbalen Auseinandersetzung die Pistole gezogen und zunächst auf den Kopf des 26-Jährigen gezielt zu haben. Danach soll er einen Schuss in dessen Hüfte abgefeuert haben.

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Hintergrund der Auseinandersetzung soll ein Gespräch gewesen sein, das der 59-Jährige mit der Freundin und der Cousine des jüngeren Mannes geführt haben soll. Dabei soll es um Kränkungen an Frauen gegangen sein, woraufhin der jüngere seinen älteren Nachbarn im Aufzug angesprochen haben soll. Der 26-Jährige erlitt nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen komplexen Oberschenkelbruch, der mehrfach operiert werden musste.

Der Angeklagte, der neben der illegalen Waffe auch noch 64 Schuss Munition besessen haben soll, muss sich auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Die Schwurgerichtskammer hat für das Verfahren zunächst bis Mitte April fünf weitere Verhandlungstage angesetzt. Zum Prozessauftakt schwieg der Angeklagte zu den Vorwürfen.