Hessen

Studenten wohnen überdurchschnittlich oft bei Eltern

Wiesbaden/Gütersloh (dpa/lhe) - In Hessen wohnen im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich viele Studierende bei ihren Eltern. In einer Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), die am Donnerstag in Gütersloh vorgestellt wurde, gaben knapp 32,7 Prozent der befragten hessischen Studierenden an, noch im Elternhaus zu leben. Rund 25,2 Prozent wohnen in einer privaten Wohnung, 26,2 Prozent in einer WG außerhalb eines Wohnheims und 10,9 Prozent im Wohnheim.

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Deutschlandweit wohnen rund 28 Prozent der befragten Studierenden bei den Eltern. In vergangenen CHE-Befragungen war der Anteil deutlich niedriger gewesen: 2018 waren es 25 Prozent, 2003 nur rund 22 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der Studierenden in WGs von knapp 31 Prozent im Jahr 2018 auf nunmehr 26 Prozent. «Die Entwicklung dürfte unter anderem auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen sein», hieß es.

Grundlage der Erhebung ist eine Befragung im Rahmen des CHE Hochschulrankings. In den vergangenen drei Wintersemestern hatten bundesweit rund 80.000 Studierende an 326 Hochschulen Fragen zu ihrer Wohnsituation und ihrer Mobilität im Studium beantwortet. Für Hessen lagen nach Angaben des Studienautors Marc Hüsch Antworten von rund 6000 Studierenden vor. Der Datensatz ist auf Studierende vor dem ersten Abschluss und ab dem dritten Fachsemester eingegrenzt, Studierende in Masterstudiengängen flossen nicht in die Statistik ein.