Verkehr

Studie: Hessinnen und Hessen lassen öfter das Auto stehen

Die Bürger wählen etwas häufiger Busse, Bahnen und Fahrräder als noch vor fast einem Jahrzehnt. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Stadt und Land. Was noch zeigt eine Mobilitätsstudie?

Ökologischer und preiswerter: Fahrrad statt Auto. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Ökologischer und preiswerter: Fahrrad statt Auto. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Auto, Bus, Bahn, Rad oder zu Fuß? Die Hessinnen und Hessen nutzen die verschiedenen Verkehrsmittel vielfältiger als noch vor mehreren Jahren. Das Auto bleibt etwas öfter stehen. Das zeigt nach Mitteilung des Landesverkehrsministeriums die regionale Auswertung der bundesweiten Studie «Mobilität in Deutschland» von 2023/2024.

Der Anteil von Fußverkehr, Bus, Bahn und Fahrrad an der Zahl aller zurückgelegten Verkehrswege ist demnach seit der Vorgängerstudie von 2017 in Hessen von 43 auf 48 Prozent gestiegen. Das entsprach 2023/2024 «einem Anteil von 26 Prozent der erbrachten Verkehrsleistung».

Weniger und kürzere Verkehrswege

Die statistische Zahl der insgesamt täglich zurückgelegten Wege sank derweil von durchschnittlich 3,2 auf 2,9 Verkehrswege pro Bürger. «Gleichzeitig verringerte sich die durchschnittlich pro Tag zurückgelegte Strecke von 40 auf 35 Kilometer», erläuterte das hessische Verkehrsministerium in Wiesbaden.

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Zugleich zeige die Studie, «dass das Auto insbesondere außerhalb der Ballungsräume für viele Menschen unverzichtbar bleibt». Damit würden in Mittel- und Kleinstädten sowie auf dem Land weiterhin rund zwei Drittel aller Wege zurückgelegt.

Mögliche Gründe für verändertes Verkehrsverhalten

Warum setzen die Hessinnen und Hessen gleichwohl insgesamt auf mehr Vielfalt bei der Wahl ihrer Verkehrsmittel? Die Ursachen sind laut dem Ministerium vielfältig: «Neben veränderten Alltagsroutinen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Digitalisierung und Homeoffice trägt auch der kontinuierliche Ausbau attraktiver Mobilitätsangebote dazu bei.»

Für die schwarz-rote Landesregierung bestätigen die Ergebnisse der Studie laut dem Verkehrsministerium «den eingeschlagenen Kurs: Mobilität muss bezahlbar, verlässlich und so ausgestaltet sein, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen in allen Regionen gerecht wird». 

Zehntausende Hessinnen und Hessen geben Auskunft

Die Studie des Forschungsinstituts infas in Bonn war vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben worden. In Hessen wurden zwischen Mai 2023 und Juli 2024 fast 43.000 Bürger in rund 20.000 Haushalten befragt - und rund 110.000 individuelle Verkehrswege erfasst.