Stuttgarts Sportdirektorin kritisiert Finalserien-Spielplan
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Sportdirektorin des MTV Allianz Stuttgart, Kim Oszvald-Renkema, hat die enge Taktung der Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft kritisiert und eine Entzerrung des Spielplans gefordert. «Es muss endlich Überlegungen geben, um so eine Finalserie nicht in kürzester Zeit durchknallen zu müssen. Diese Ansetzung hat nichts mehr mit Sport zu tun. Die fünfte Partie wäre ein Harakiri-Duell, weil beide Teams kaputt sind», sagte Oszvald-Renkema der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Mittwoch) vor dem dritten Finalduell der Stuttgarterinnen mit dem SC Potsdam am Mittwoch (20.15 Uhr/Sport1).
Für die derzeit laufende Finalserie sind fünf Spiele binnen knapp zwei Wochen angesetzt. Das vierte Aufeinandertreffen steigt am Samstag in Potsdam. Sollte ein fünftes Duell notwendig werden, wäre dies nur zwei Tage später am Montag in Stuttgart. «Das wird der Wichtigkeit dieses Spiels nicht gerecht», kritisierte die Sportdirektorin: «Dies war schon vor einem Jahr so, leider hat die Volleyball-Bundesliga nichts daraus gelernt.» In anderen Sportarten gibt es eine ähnliche Taktung in den Playoffs, beispielsweise im Eishockey.
Die Stuttgarterinnen hatten im vergangenen Jahr die Finalserie für sich entschieden und streben die Titelverteidigung an. Nach zwei Begegnungen haben beide Teams je einen Sieg verbucht. Wer dreimal gewinnt, wird deutscher Meister.