Tarifkonflikt

Tarifstreit im Einzelhandel: Neue Warnstreiks geplant

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Nachdem in den laufenden Tarifverhandlungen für den hessischen Einzelhandel auch die dritte Runde am Mittwoch ohne Ergebnis geblieben ist, hat die Gewerkschaft Verdi weitere Warnstreiks angekündigt. «Wer derart mauert und nichts Neues, sondern bloß Altbekanntes anzubieten hat, der trägt auch die volle Verantwortung für notwendig kommende Streiks. Wie in anderen Bundesländern werden diese die tarifpolitische Richtung der nächsten Wochen bestimmen», sagte Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel bei Verdi Hessen, am Donnerstag.

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Wo und wann die Arbeitsniederlegungen stattfinden, werde kurzfristig bekannt geben, hieß es bei der Gewerkschaft. Möglicherweise könne es rund um die Tarifverhandlungen in Nordrhein-Westfalen am 5. Juli auch zu Warnstreiks in Hessen kommen. Die Arbeitgeber hielten an ihrem Angebot vom 24. Mai mit möglichen Lohnerhöhungen um 3 plus 2 plus 2,5 Prozent verteilt auf zwei Jahre fest, hieß es. Das wäre aber keine wirkliche finanzielle Entlastung.

Die Gewerkschaft verlangt für die rund 235.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen um 2,50 Euro höheren Stundenlohn. Das entspricht in der am weitesten verbreiteten Ecklohngruppe einer Erhöhung um 14,4 Prozent. Die Auszubildenden sollen monatlich 250 Euro mehr bekommen. Die Verhandlungen sollen am 11. Juli fortgesetzt werden.